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Zu viel Verkehr: Anwohner protestieren

Zu viel Verkehr: Anwohner protestieren

Der ganz große Protest ist es noch nicht, bisher haben sich nur drei Anwohner zusammengefunden, die das ihrer Ansicht nach zu hohe Verkehrsaufkommen auf der Avelsbacher Straße beklagen. Sie wollen mit Plakaten am Straßenrand weiter für ihr Anliegen Flagge zeigen.

Trier-Kürenz. Wenn auch mit keiner riesigen Demonstration, so machen sich drei der Anwohner der Avelsbacher Straße dennoch Luft. Sie ärgert der Verkehr, der sich aus der Stadt durch Kürenz hinauf nach Tarforst wälzt. Es werde allmählich unerträglich, hier zu wohnen, finden Ortsbeiratsmitglied Johannes Verbeek (parteilos), Rebekka Pick und Meike Jacobs, alle Anwohner der Avelsbacher Straße. Sie klagen darüber, dass zu viele Autos die Straße befahren.
Auch der Ortsbeirat erkannte darin ein Problem und wollte etwas dagegen unternehmen, scheiterte aber mit seinem Vorschlag bei der Stadtverwaltung. Der sah vor, im unteren Bereich der Straße das Tempo auf 30 Kilometer pro Stunde zu senken. Ganz massiv seien die Beeinträchtigungen zu den Spitzenzeiten im Berufsverkehr frühmorgens und am Nachmittag, sagen die Bewohner der Avelsbacher Straße. Auch an dem Nachmittag, als sie auf der Straße demonstrierten, reihte sich ein Auto ans andere. Das sei jeden Nachmittag so, sagt Verbeek. Wenn sich die Blechlawine dann mehr und mehr lichte und der Abgasgestank etwas zurückgehe, trete ein anderes Ärgernis in den Vordergrund: Bei freier Fahrt werde gerast, die Motoren heulten auf. Mit 50 fahre hier so gut wie niemand, so schildert Verbeek seine Beobachtungen. Auch der Schwerlastverkehr habe deutlich zugenommen, wollen die Anwohner festgestellt haben.
Alle Proteste und alle Versuche, etwas gegen Lärm, Abgase, zu viele Autos und Raserei zu unternehmen, seien gescheitert oder nicht gehört worden. Deshalb wollen die Anwohner sich vorerst bis Weihnachten an mehreren Tagen an den Straßenrand stellen und Protestplakate hochhalten. 150 Handzettel habe er verteilt, sagt Johannes Verbeek und hofft, dass sich bei den kommenden Aktionen mehr Bewohner zu der noch kleinen Gruppe hinzugesellen, um auf die "enorme Verkehrsbelastung" aufmerksam zu machen. LH