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Zu viele Autos auf den Straßen im Gartenfeld

Zu viele Autos auf den Straßen im Gartenfeld

Die Verkehrssituation im Bereich Gartenfeld war eines der Hauptthemen beim Ortsbeirat Trier-Mitte/Gartenfeld. Die Anträge der SPD wiederholten alte Forderungen zur Verkehrsberuhigung, die von der Stadt nicht umgesetzt wurden. Deshalb sprachen die Fraktionen auch über den Brief des Heiligkreuzer Ortsbeirats.

Trier. Gefordert, nicht bearbeitet oder nicht umgesetzt: Die SPD forderte im Ortsbeirat Trier-Mitte erneut Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Stadtteil, die bereits vor Jahren an die Verwaltung gingen. Jörg Philipps trug die Anträge vor. Etwa zur Ausweisung von Anwohnerparkzonen im gesamten Bereich Gartenfeld. Bereits 1995 habe sich der Stadtrat damit beschäftigt und einen Umsetzungsbeschluss gefasst. Umgesetzt wurde indes nichts. Doch nach 17 Jahren sieht Ortsvorsteher Dominik Heinrich Land in Sicht: Er teilte mit, dass es eine Lösung fürs Gartenfeld geben solle.
Bereits 2008 gab es einen CDU-Antrag bezüglich der Verkehrsberuhigung in Trier-Ost. Die SPD fordert nun erneut eine Verkehrsberuhigung durch Anliegerverkehr in der Bergstraße. Antrag drei, der nicht im Rathaus beachtet wurde: Eine Querungshilfe an der Kreuzung Gartenfeldstraße/Helenen-/Agritius- und Güterstraße könnte helfen, die Verkehrssituation an dieser Stelle zu entschärfen.
Dass es aus dem Rathaus keine Reaktionen auf die Anträge des Ortsbeirats gegeben habe, "ärgert mich sehr", sagte Ortsvorsteher Heinrich. So thematisierte der Ortsbeirat auch noch einmal den Brandbrief, den der Ortsbeirat Heiligkreuz verfasst und verschickt hatte (der TV berichtete) und über den sich die Ortsvorsteher bei einer Besprechung mit Oberbürgermeister Klaus Jensen ausgesprochen hatten. Zeit, die Anträge zu bearbeiten, habe die Verwaltung zur Genüge gehabt, so alt seien diese bereits, sagte Heinrich. Insofern teilte er die Meinung der Heiligkreuzer.
Distanzieren wollten sich Heinrich und der Rat aber von dem gewählten Ton in dem Schreiben der Heiligkreuzer. Es mache keinen Sinn, "Fronten aufzubauen", betonte Heinrich, der allerdings Verständnis für den Unmut der Heiligkreuzer zeigte. Norbert Freischmidt (CDU) sagte: "Ich hätte den Brief so nicht unterschrieben." Der Brief treffe wohl den Kern der Sache, dennoch dürfe man nicht "pauschalisieren". Sein Parteikollege Richard Roscheck sagte, bei ihm mache sich "Frust" breit.

Mit einer Einwohnerfragestunde beginnt die nächste Sitzung des Ortsbeirats Trier-Mitte/Gartenfeld am Donnerstag, 27. September, 19 Uhr, im alten Frankenturm. Außerdem geht es um den städtischen Doppeletat 2013/14.
Extra

Die Gedenkstätte für die im Krieg ermordeten Sinti und Roma auf dem Bischof-Stein-Platz ist fertiggestellt und eingeweiht worden (der TV berichtete). Rund 38 000 Euro (bei 75 000 Euro Gesamtkosten) hat der Ortsbeirat aus seinem Budget beigesteuert. LH