Zufahrtssperren, aber keine Videoüberwachung

Zufahrtssperren, aber keine Videoüberwachung

Trier-Nord (rm.) Wie beim Altstadtfest vor zwei Wochen gelten auch beim heute Abend beginnenden Moselfest drastisch verschärfte Sicherheitsbestimmungen.

Auf die als "latent abstrakt" eingestufte Terrorgefahr reagiert die Polizeiinspektion (PI) Trier mit einem erhöhten Personalaufgebot - und mit Zufahrtssperren. An den Zufahrtswegen werden große Fahrzeuge von Polizei und Stadt postiert, die Anschläge mit Liefer- oder Lastwagen verhindern sollen.
Beim Altstadtfest diente schweres Gerät aus dem Fuhrpark des städtischen Winterdienstes als (im Volksmund sogenannte) "Dschihadistenblocker". Diesmal jedoch werde der Aufwand geringer ausfallen als beim Altstadtfest. Die dortige Festmeile hatte 24 Zugänge, am Zurlaubener Moselufer gibt es lediglich vier. Und die seien enger und leichter zu kontrollieren. Zudem entfällt die Videoüberwachung. Die sei aufgrund des überschaubaren Veranstaltungsgeländes nicht zwingend erforderlich. "Die Kollegen vor Ort werden so verteilt sein, dass sie alles im Blick haben", kündigt die stellvertretende PI-Chefin Sigrid Herz (51) an. Die Beamten seien nicht nur in Sachen Terrorgefahr wachsam: "Wir sind für alle Fälle von Alltagskriminalität wie Diebstahl bis hin zu Körperverletzungsdelikten gewappnet." Außer der Polizei sind ein vom Veranstalter engagierter Sicherheitsdienst sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung Trier im Einsatz.
Sigrid Herz geht davon aus, dass die Einfahrtssperrungen in den Sicherheitskonzepten auch von künftigen Großveranstaltungen verankert werden. Das Trierer Weinfest im Stadtteil Olewig (4. bis 7. August) und der Weihnachtsmarkt (27. November bis 22. Dezember) seien "aus aktueller Sicht ohne diese Form von Sicherheitsvorkehrungen undenkbar".
Positiver Nebeneffekt der starken Polizeipräsenz: Das jüngste Altstadtfest lief außerordentlich friedlich ab.

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