1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Zukunftsorientiertes Trier-Nord

Zukunftsorientiertes Trier-Nord

Trier gehört mit der "Wohnungsgenossenschaft Am Beutelweg eG" zu den 365 ausgewählten Orten in Deutschland, die beim Wettbewerb "Land der Ideen 2007" gewonnen haben. Sie wurde als innovativ und zukunftsorientiert ausgezeichnet.

Trier-Nord. (QO) Im vergangenen Jahr gelang es Trier mit "Brot und Spiele" - nun mit einer sozialen Initiative. Im Rahmen des Wettbewerbs "Deutschland - Land der Ideen" der Bundesregierung und des Bundesverbands der Deutschen Industrie gehört die "Wohnungsgenossenschaft am Beutelweg eG" (Wogebe) zu den 365 Preisträgern unter mehr als 1500 Bewerbern - dokumentiert im Dumont-Reiseführer "365 Ideen aus Deutschland, die jeder kennen sollte". Am 1. Juli ist Trier mit der Wogebe der ausgewählte Ort im "Land der Ideen 2007". Der Preis wird um 12 Uhr im Rahmen des Familienfests im Nells Park verliehen."Am Familienfest wird deutlich, dass die vielen Akteure im Stadtteil Trier-Nord in dieses Fest hineingehören", sagte Johannes Metzdorf-Schmithüsen, Vorstandsmitglied der Wogebe. "Das Sanieren des Stadtteils ist nicht nur die Sache der Genossenschaft, sondern aller, die hier leben und dafür sorgen, dass es vorwärts geht." "Der Preis ist ein Ansporn"

Aufsichtsratsmitglied Heiner Schneider betonte: "Der Preis ist ein Ansporn, die Genossenschaft zukunftsfest zu machen." Thorsten Hey, regionaler Vertreter der Deutschen Bank, die Kooperationspartner der Initiative ist, übergab bereits jetzt eine vom Bundespräsidenten unterzeichnete Urkunde sowie eine Tafel, die außen am Gebäude der Wogebe in der Röntgenstraße angebracht wurde. Musikalisch untermalt wurde die Feierstunde durch David Ohlig am Saxofon."Es gelingt Ihnen es durch Ihr Engagement, diesen Stadtteil zu retten. Dies wird hiermit geehrt", sagte Hey. Seit dem Zweiten Weltkrieg sei der soziale Brennpunkt in Trier-Nord besonders prägend, stellte der Vorstandsvorsitzende der Wogebe, Bernd Steinmetz, fest. Vor 16 Jahren sei es gelungen, Bewohner mit ins Boot zu holen und Stadt und Land als Bündnispartner zu gewinnen. "Man stellte fest: Es reicht nicht, in die bauliche Substanz zu investieren - die Unterstützung des Sozialen muss mit einhergehen", sagte Steinmetz. Das Ziel: Die Bewohner sollten sich mit ihrem Wohnumfeld identifizieren können, sogar Teilhaber werden. "Wir reden über 500 Wohnungen. Straßen wurden saniert, das Stadtteilzentrum fast neu aufgebaut." Steinmetz' Fazit: "Es sind neue Formen von Beziehungen entstanden. Der Stadtteil verliert sein Stigma mehr und mehr, er wird ein Platz für neue Ideen."