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Zukunftspläne für die Dorfmitte

Kommunalpolitik : VG-Rat: Zukunftspläne für die Dorfmitte

Der Verbandsgemeinderat Trier-Land hat den Standort für das neue Feuerwehrhaus Newel festgelegt. Außerdem soll Beßlich ein neues Feuerwehrhaus bekommen.

Das Feuerwehrhaus Newel entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen und platzt aus den Nähten. Schon im Mai 2015 hatte der Verbandsgemeinderat Trier-Land daher einen Neubau im Grundsatz beschlossen. Offen blieb aber die Frage nach dem künftigen Standort. Mehrere Alternativen sind seither geprüft worden – etwa die Ansiedlung im Gewerbegebiet oder eine Erweiterung des alten Feuerwehrhauses im Ortsinnern (der TV berichtete). Inzwischen hat der Ortsgemeinderat Newel beschlossen, für den Feuerwehrneubau einen Teil des alten Sportplatzes an der B 51 zur Verfügung zu stellen. Der Standort böte auch die Möglichkeit, dass die Feuerwehr im Einsatzfall direkt über eine eigene Zufahrt auf die B 51 fahren könnte. Entsprechende Vorgespräche mit dem Landesbetrieb Mobilität haben bereits stattgefunden.

In einem Grundsatzbeschluss sprach sich der Rat einstimmig für diesen Standort aus. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Planungsverfahren einzuleiten und mit der Ortsgemeinde in Grundstücksverhandlungen zu treten.

Auch für den Neweler Ortsteil Beßlich plant die Verbandsgemeinde (VG) ein neues Feuerwehrhaus. Gleichzeitig will die Gemeinde Newel für ihren Ortsteil ein neues Dorfgemeinschaftshaus errichten, weshalb sich eine kostensparende Zusammenlegung beider Projekte anbietet: Das alte Gerätehaus ist zu klein und entspricht nicht mehr der Norm, zumal der vorhandene Tragkraftspritzenanhänger in den nächsten Jahren durch ein Kleinlöschfahrzeug ersetzt wird. Der Neweler Gemeinderat hatte schon im November einen entsprechenden Grundsatzbeschluss für eine Kooperation mit der VG gefasst. Im Rahmen einer Dorfmoderation wurde durch eine Arbeitsgruppe „Dorfmitte“ mittlerweile ein detailliertes Konzept für einen Beßlicher Dorftreff mit integriertem Feuerwehrhaus erstellt. Standort ist die Fläche am zentralen Festplatz. Das alte Gerätehaus bleibt erhalten und wird zum Jugendraum umgebaut. Der dort vorhandene Schulungsraum kann als Lager genutzt werden und die Sanitäranlagen stehen bei Dorffesten zusätzlich zur Verfügung. Hinzu kommen zwölf Autostellplätze mit Ladestation für E-Autos und -fahrräder. Das Gesamtprojekt wird mit rund 700 000 Euro veranschlagt, wobei die genaue Kostenaufteilung noch zwischen der VG und der Gemeinde Newel abzustimmen ist. „Dieses Papier wird unsere Arbeitsbasis“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Reiland. Die Fraktionen des VG-Rates lobten das detaillierte Konzept der Arbeitsgruppe. „Selten, dass man so eine gute Vorlage erhält,“ hieß es etwa oder „die veranschlagten 700 000 Euro nimmt man da gerne in die Hand“. Diese Dorfmoderation sei schon modellhaft für die gesamte Verbandsgemeinde. Folgender Grundsatzbeschluss folgte einstimmig: Die VG Trier-Land wird zusammen mit der Gemeinde Newel das gemeinsame Projekt für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses mit integriertem Gerätehaus umsetzen. Die Verwaltung wurde vom Rat beauftragt, das Ausschreibungsverfahren für die Planung einzuleiten, in Vertragsverhandlungen mit der Gemeinde Newel zu treten und einen Förderantrag zu stellen. Der Rat folgte damit der einstimmig beschlossenen Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses.