Zum Abschied gibt es auch ein paar Tränen

Zum Abschied gibt es auch ein paar Tränen

Nach 41 Jahren Dienst hat Ernst Huber nun schulfrei. Seit 1974 arbeitete er als Lehrer in Schulen in der Fidei. Nun geht der gebürtige Saarländer in Altersteilzeit. Ein Nachfolger für ihn ist bisher nicht gefunden.

Zemmer. Längst ist Ernst Huber in der Fidei heimisch geworden. Nahezu sein komplettes Arbeitsleben hat der heute 63 Jahre alte Pädagoge dort verbracht. Nach Stationen in Zemmer, Orenhofen, Preist und zum Schluss wieder Zemmer heißt es nun Abschied nehmen. Denn für Huber beginnt jetzt der passive Teil der Altersteilzeit.
Das mit dem Heimischsein in der Eifel ist wohl nicht immer so gewesen, wie Regierungsschuldirektorin Margret Meier in ihrer Laudatio über den Mann berichtet, der ihr Nachfolger als Schulleiter in Zemmer-Rodt wurde. "Er wollte ,hemm\', wie seine Versetzungsgesuche in seiner Personalakte beweisen." Das "hemm" bezieht sich auf das Saarland, aus dem Huber ursprünglich stammt.
Inzwischen ist der in Marpingen aufgewachsene Mann in Daufenbach heimisch geworden. Und es sieht nicht so aus, als ob er das Kylltal so schnell wieder verlassen wird. Denn Huber hängt an seiner St.-Michael-Grundschule, die er als Rektor 19 Jahre lang leitete. Im Förderverein der Schule will er sich künftig engagieren. Und sein Daufenbacher Ortsvorsteher Heiko Schichel hat ihn ebenfalls schon zur Mitarbeit im Heimatverein eingeladen.
Dank an die Schüler


Dank der musikalischen Darbietungen aus dem Piraten-Schulmusical von Schülern der Klassen 3 und 4 gibt es viele heitere Momente bei Hubers Verabschiedung in der Turnhalle in Rodt. Doch es gibt auch Tränen der Rührung. Bei einigen Schülern "seiner" Klasse 3 sowie bei dem an diesem Tag so oft gelobten scheidenden Rektor selbst.
In seiner Rede dankt der Mann, der nach Meinung von Weggefährten immer die leisen Töne bevorzugt hat, natürlich seinen Mitstreitern und denjenigen, die ihn in der Feierstunde mit netten Worten und Geschenken bedacht haben. Doch er richtet auch Dankesworte an seine Schüler. "Ihr werdet es vielleicht nicht gemerkt haben", sagt er "aber ihr habt nicht nur von mit gelernt, sondern ich habe auch viel von euch gelernt."
Wer neuer Rektor der Grundschule in Zemmer-Rodt mit ihren 88 Schülern wird, steht noch nicht fest. Es hat sich bisher kein Pädagoge gefunden, der diese Stelle übernehmen möchte. har