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Mir ist unverständlich, dass sich eine Partei, die sich den Ínteressen der "kleinen Leute" verschrieben, überhaupt diesen Antrag gestellt hat. Die Stadt Trier verkauft bereits seit Jahren eigenen Wohn- raum zur Konsolidierung des Haushalts.

Würde der Stadtrat dem Antrag der UBM folgen, wäre dies einer Verletzung der Fürsorgepflicht der gewählten Volksvertreter und der Kommune gegenüber den Bewohnern gleichzusetzen. Bereits jetzt befindet sich in Deutschland ein Viertel der Wohnungsbestände mit sozialer Funktion in Investorenhand. Ihr Ziel ist Gewinnmaximierung für ihre Fondsanleger. Dem Sozialstaat ginge durch den Ausverkauf der unschätzbare Vorteil verloren, den gesellschaftlichen Frieden steuern zu können und einkommensschwache Menschen zu stützen. Was diese "Sozialrendite" ökonomisch für den städtischen Haushalt wert ist, kann wohl niemand genau berechnen. Die Stadt darf deshalb ihr "Tafelsilber" nicht zu Lasten ihrer Bürger verkaufen. Der Gesellschaftszweck der gbt darf mit solchen Anträgen im Stadtrat nicht untergraben werden. Hans-Willi Triesch Trier-Zewen