Zum Bericht:

Für eine Reise nach Norddeutschland wollte ich mich am Kartenschalter nach einer Umsteigehilfe (70-prozentige Behinderung) erkundigen. Verweis auf die Auskunft in der Halle. Auskunft nicht besetzt, dafür ein Schild: "Kollege erkrankt...".

Nach drei Tagen stand das Schild immer noch da. Im Bahnhof Koblenz war das vorhandene Gepäck-Transportband außer Dienst. Reisende mit Kinderwagen, Gepäck sowie Fahrrad-Reisende mussten sich selber helfen. Auf meine spätere Frage an einen Aufsichtsbeamten, der vorher nicht zu finden war: "Das ist abgestellt!" Das Band ließ sich mit seinem Schlüssel in Gang setzen. Der Fernzug war inzwischen abgefahren. Irmgard Kneesch, Trier Aus Sicht des Arbeitskreises Schienenverkehr im Rheinland, der sich bereits seit über 20 Jahren für die Belange der Fahrgäste einsetzt, kann man die Pläne der Bahn nur entschieden zurückweisen - aber sie passen ins Bild. Gerade die zahlreichen Baustellen mit Totalsperrungen von Strecken in diesem Jahr haben gezeigt, wie wichtig Ansprechpartner vor Ort sind, da die Informationspolitik der Deutschen Bahn AG ansonsten zu wünschen übrig lässt. Jetzt weiter reduzieren, treibt nur mehr Fahrgäste zum Pkw. Und ein Bahnhofsmanagement, das sich beispielsweise vom zu betreuenden Bahnhof Jünkerath 175 Kilometer entfernt aufhält - wo gäbe es so etwas nochmals in Deutschland und wie wäre dann der Service dort? Von der Demotivation der Mitarbeiter bei solchen Maßnahmen mal ganz zu schwiegen. Fazit: Finger weg, die Pläne verbrennen. Hans-Peter Kuhl Arbeitskreis Schienenverkehr im Rheinland, Hillscheid Im "Echo" veröffentlichen wir aktuelle Stellungnahmen unserer Leser zu TV-Artikeln. Sie sollten bis 14 Uhr in der Redaktion vorliegen und können maximal 30 Zeilen à 32 Anschläge lang sein. Vor- und Nachname sowie Adresse bitte nicht vergessen. Fax 0651/7199-439 E-Mail: echo@volksfreund.de