Zum ersten Mal ein dualer Studiengang

In dreieinhalb Jahren zum Bankkaufmann und "Bachelor of Arts": Das sieht ein Kooperationsprojekt zwischen der Sparkasse Trier und der Fachhochschule vor. Ab Sommer 2009 soll zwei Abiturienten ein dualer Studiengang angeboten werden.

 Die Sparkasse Trier und die Fachhochschule bieten ab 2009 gemeinsam einen neuen dualen Studiengang an (von links): Wolfgang Ziewers, Remigius Kühnen und Patrick Haas von der Sparkasse Trier, sowie Tilmann Cosack, Hanno Feidicker und Constanze Chwallek von der FH. TV-Foto: Dorothee Quaré-Odenthal

Die Sparkasse Trier und die Fachhochschule bieten ab 2009 gemeinsam einen neuen dualen Studiengang an (von links): Wolfgang Ziewers, Remigius Kühnen und Patrick Haas von der Sparkasse Trier, sowie Tilmann Cosack, Hanno Feidicker und Constanze Chwallek von der FH. TV-Foto: Dorothee Quaré-Odenthal

Trier. (QO) Eineinhalb bis zwei Prozent der Studienabgänger der Fachhochschule (FH) absolvieren heutzutage einen dualen Studiengang, etwa im Bereich Elektrotechnik oder Maschinenbau. Bis zum Jahr 2011 soll diese Anzahl auf rund zehn Prozent steigen, sagt der Vizepräsident der Trierer FH, Tilmann Cosack.Zwei hoch motivierte Abiturienten erwartet ab August 2009 ein neues Angebot: Die Sparkasse Trier kooperiert mit der Fachhochschule für die duale Ausbildung zu Bankkaufleuten und zum "Bachelor of Arts" (Fachrichtung Betriebswirtschaft). "Er ist eine Ergänzung zu unserem Basis-Ausbildungsangebot ,Bankkaufmann' für Bewerber mit überdurchnittlichen Leistungen", sagt Patrick Haas, Ausbildungsleiter bei der Sparkasse Trier. Während die herkömmliche Ausbildung zwei bis drei Jahre dauert und durch Lehrgänge ergänzt wird, sind für den dualen Studiengang dreieinhalb Jahre vorgesehen: Begonnen wird bei der Sparkasse Trier, zum Sommersemester wird das Studium an der FH aufgenommen, und die Ausbildung findet alternierend statt: 23 Monate bei der Sparkasse, 17,5 an der Fachhochschule."In Zukunft wird sich der Fachkräftemangel auch in der Finanzbranche bemerkbar machen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Trier, Remigius Kühnen. Obwohl die Fluktuation aufgrund des guten Betriebsklimas und der vielfältigen Bildungsangebote gering sei, wolle man durch den dualen Studiengang hoch qualifizierte Mitarbeiter ans Haus binden. Die Absolventen des dualen Studiengangs erwarten laut Kühnen sich ergänzende theoretische und praktische Ausbildungsabschnitte, die Möglichkeit, während des Studiums Geld zu verdienen, und gute Berufschancen durch aufeinander abgestimmte Abschlüsse.Sparkasse und FH erhoffen eine enge Verzahnung zum Vorteil aller Beteiligten: verstärkten Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis und umgekehrt. Die Kooperation zwischen Hochschule und Unternehmen im Bereich Wirtschaft ist die erste ihrer Art in der Region Trier.

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