Zum Geburtstag ein Fest beim TV Germania Trier

Zum Geburtstag ein Fest beim TV Germania Trier

Der Turnverein Germania Trier (TVG) hat sich auf seinem Jubiläums-Sommerfest mit einem großen Angebot präsentiert. Besucher konnten Tennis und Aerobic ausprobieren, beim Festakt gratuliertern Offizielle aus Politik und Sport zum 150-jährigen Bestehen.

Trier. Genau 150 Jahre ist es her, als der TVG als "Trierischer Turnverein" von einem Schuldirektor und einem Landgerichtsrat gegründet wurde. Als erster offizieller Akt wurde damals die Gaststätte Löhmers in der Fleischstraße als Vereinslokal gekürt. Nach dem deutsch-französischen Krieg zog man dann in Glockenstraße zur Krim.
Diese kleine Anekdote, mit der die offizielle Geschichtsschreibung des TVG beginnt, zeigt anschaulich, wie sehr der Verein schon in seinen Anfangszeiten auf ein Miteinander setzte, das nicht nur aus dem gemeinsamen Abreißen von Kraftübungen bestand. Und das "gemütliche Beisammensein", wie es in der Vereinsprache so heimelig umschrieben wird, wird auch noch heute auf der malerischen Sportanlage am Feyener Römersprudel hochgehalten. Vielleicht ist dies das Geheimnis, um 150 Jahre im Wechselbad der Geschichte zu überstehen?
Seit 30 Jahren am Römersprudel


Am Römersprudel residiert der Turnverein Germania Trier mittlerweile seit mehr als 30 Jahren, und hier fand am Sonntag auch das Sommerfest zum 150-jährigen Vereinsbestehen statt.
Den Besuchern bot der TVG kostenlose Tennis-Schnupperkurse und einen Tanzworkshop der Aerobic-Abteilung. Im Inneren des Clubheims wurden historische Dokumente aus der Vereinsgeschichte ausgestellt. Blickfang war ein Kassenbuch aus dem Jahr 1861, für das sich auch die Trierer Sportdezernentin Angelika Birk besonders begeistern konnte. Birk war wie viele andere bekannte Gesichter aus Politik und Sportwelt an den Römersprudel gekommen, um dem TVG bei einem Festakt zum 150-jährigen Bestehen zu gratulieren. In ihrer Ansprache stellte Birk vor allem die Pionierleistungen des TVG heraus: Vor 150 Jahren sei ein Turnverein eine revolutionäre Idee gewesen - und der TVG sei bei dieser neuen Bewegung mutig vorneweggeschritten.
Auch Rainer Lehnart, Ortsvorsteher von Feyen, zeigte sich von der Arbeit des TVG beeindruckt. Der Stadtteil Feyen mit seiner großen und stetig wachsenden Bevölkerung sei ganz besonders auf ein funktionierendes Vereinswesen angewiesen. Der TVG und die DJK St. Matthias ergänzten sich auf einzigartige Weise und böten ein breites Sportangebot. Besonders die Jugendarbeit des TVG sei lobenswert, sagte Leh nart. Er erinnerte an das kostenlose Tennistraining, das der Verein für 200 Schüler der Grundschule Feyen auf den Anlagen am Römersprudel veranstaltet hatte.
Herausragende Leistungen


Aus der Sportwelt gratulierten Felix Jäger vom Sportkreis Rheinland, Wolfram Gipp, der Vizepräsident des Turnverbands Mittelrhein, und Walfried Heinz, Ehrenpräsident des Leichtathletikverbands Rheinland.
Jäger betonte die außergewöhnliche Leistung der Vereinsverantworlichen, die den Verein so lange am Leben erhalten konnten. Er sicherte den TVG-Offiziellen weiterhin die Unterstützung seines Verbands zu und verlieh ihnen die Ehrenplakette des Landessportverbandes und die Ehrenurkunde des Sportbunds Rheinland.
Wolfram Gipp war extra von Boppard am Rhein angereist, um dem TVG zu gratulieren. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass Kinder die Zukunft aller Vereine seien, und überreichte dem TVG das silberne Jahnschild, eine besondere Auszeichnung des Tunverbands.
Weltspitze im Hammerwurf


Die sportlichen Leistungen des TVG betonte Walfried Heinz. Er erinnerte an die Hammerwerfer, die zu den Zeiten von Ernst Klement das Maß der Dinge in Deutschland gewesen waren. Damals seien Athleten aus der ganzen Welt nach Trier gekommen, um beim TVG zu trainineren.
Horst Schäfer, erster Vorsitzender des TVG, bedankte sich für die zahlreichen Glückwünsche. Er sei erleichtert, dass der TVG nach einigen Problemen in der Vergangenheit nun endlich in ruhigeren Wassern fahren würde.
Auf dem Festakt wurden auch langjährige TVG-Mitglieder geehrt. So bekam Heinz Gies die goldene Ehrennadel für 47 Jahre Mitgliedschaft. Handballer Erwin Wasser wurde für 45 Jahre TVG-Anhängerschaft geehrt.

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