Zummet-Straße wird ausgebaut

Zummet-Straße wird ausgebaut

Der Ausbau der L 48 zwischen Leiwen und Zummet rückt in greifbare Nähe. Der Landesbetrieb Mobilität will zur Jahresmitte die Bauplanung abschließen und die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern aufnehmen.

Leiwen. Den Namen Straße hat die L 48 zwischen Leiwen und dem Höhenortsteil Zummet eigentlich nicht verdient. An den Rändern bröckelt der Teer, Wasser hat die Bankette ausgehöhlt und eine Flickstelle reiht sich an die nächste. Zummet-Bewohner Heinrich Wintrich hat die 1,4 Kilometer lange Panoramaroute in den Weinbergen einmal als "die schlechteste Straße von Rheinland-Pfalz" bezeichnet. Knapp über 1200 Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs, darunter viele Gäste des Landal-Ferienparks.
Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung in Leiwen stellte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Planung für den Ausbau der L 48 vor. Der Rat kam überein, den 100 Meter langen Abschnitt innerorts weiterhin mit Gehwegen auszustatten. Sie sollen 90 Zentimeter bis 1,40 Meter breit sein. Laut LBM ist ein Vollausbau vorgesehen, die Fahrbahn soll sechs Meter breit werden, inklusive der beidseitigen 30 Zentimeter breiten Rinnen.
Die freie Strecke wird im sogenannten Kaltrecycling-Verfahren saniert. Konkret heißt das: Die Deckschicht der Straße wird abgefräst und die bis zu 40 Zentimeter tiefe Schieferpacklage wird herausgenommen. Das teerhaltige Material wird vor Ort wiederverwertet, muss also nicht teuer entsorgt werden. Die Straße soll während des Ausbaus voll gesperrt werden. Die geplante Fahrbahnbreite schwankt laut LBM zwischen 5,50 Meter und sechs Meter. Bergseitig wird eine 15 Zentimeter breite Betonrinne eingebaut, die das Oberflächenwasser aufnimmt.
Baurecht bis Anfang 2014


In geringfügigem Umfang muss nach Auskunft der Straßenplaner Land erworben werden, vorwiegend für die vorübergehende Nutzung während der Bauphase. Danach sollen die Grundstücke wieder in "ordnungsgemäßem Zustand" an die Eigentümer übergeben werden.
Bis Jahresmitte soll die Planung stehen, danach wird das Abstimmungsverfahren eingeleitet. In diesem Zusammenhang werden auch die Grunderwerbsverhandlungen aufgenommen. Ende 2013, Anfang 2014, so die Planung des LBM, sollen die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen sein. Die Ausbaukosten hatte der LBM Anfang 2012 auf "unter eine Million" geschätzt.

Mehr von Volksfreund