Zurück in alte Zeiten

Kleines Jubiläum in Schleich: Zum 20. Mal hat die Festgemeinschaft zum Weinstraßenfest "Wie et frieja woar" auf den Dorfplatz eingeladen.

Schleich. (dis) Es hat sich längst rundgesprochen, dass dieses Fest etwas Besonderes ist. Die stimmungsvolle Atmosphäre vor der Kirche und in den angrenzenden Straßen hat inzwischen einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. Es ist eigentlich ganz einfach, ein solches Fest zu veranstalten, wenn man sich an alte Zeiten erinnert und genügend Helfer im Hintergrund hat.

So verhelfen der alte mit Stroh gefüllte Leiterwagen und die urigen Stände zu einem gelungenen Ambiente. Das bunte Programm, der gute Wein und die köstlichen Gerichte aus Oma's Küche tragen zum Erfolg bei. Während sich die Kinder mit Pommes begnügen, lassen sich die erwachsenen Festbesucher die geräucherte Forelle, die Bratkartoffeln oder das gekochte Rindfleisch mit Remouladensoße schmecken.

Für Unterhaltung sorgen bei dem dreitägigen Fest die Winzerkapelle Ensch, der Männerchor Polch, die Trachten- und Volkstanzgruppe Großseelheim, das "Quintett Vielharmonie Waldrach" und die "Rambling Rovers".

Ortsbürgermeister Rudolf Körner, der auch die Weinkönigin der Römischen Weinstraße, Maria I., mit ihrer Prinzessin Tanja, begrüßen konnte, ist zufrieden mit dem riesigen Besucherandrang. "Die Leute kommen von der Mosel, aus Trier, der Eifel und vom Hunsrück", sagt er. Bei gutem "Weinwetter" sorgten die Besucher denn auch für einen prächtigen Umsatz.

Bevor die Winzerspiele für die Erwachsenen beginnen, heißt es für die Kleinsten, sich beim Bobby-Car-Rennen und den Kinder-Winzerspielen zu messen.

Am Abend moderiert Michael Scholer den Wettbewerb für die Erwachsenen. In Zweier-Teams rollen sie zuerst halb gefüllte und dadurch instabile Weinfässer durch die Straßen. Später sorgen sie mit wassergefüllten Hotten für Stimmung. Unter dem Beifall von ein paar Hundert Zuschauern kämpfen sie gegen die Uhr und um jeden Liter des transportierten Wassers. Ganz ernsthaft wird der Wettkampf allerdings nicht gesehen, gilt doch am Ende jeder Teilnehmer als Sieger.