Zurückgeblättert : Das Trierer Gartenfeld ist immer noch ein Parkparadies

Manchmal sind es kleine Meldungen, die aufhorchen lassen. So sollte sich der Stadtrat Trier Ende Januar 1994 in seiner Sitzung unter anderem mit der Sanierung der Gebäude in der ehemaligen Gneisenaukaserne beschäftigen.

Ein Unterfangen, das noch lange nicht abgeschlossen ist und noch ein paar Millionen Euro kosten wird.
Auf derselben Seite der Ausgabe vom 2. Februar 1994 weist ein eher dürrer Siebenzeiler auf ein weiteres Dauerthema der Trierer Stadtpolitik hin: das Anwohnerparken in Trier-Ost. Die CDU Trier-Mitte lud damals zu einem Diskussionsabend über  dieses Thema in die Löwenbräu-Gaststätte ein. Bernd Michels, bis Ende 1993 Ortsvorsteher des Stadtteils, kann sich nach 25 Jahren noch gut an die damalige Diskussion erinnern. Auslöser sei die Klage einer Bäckereibesitzerin aus dem Gartenfeld gewesen. Diese habe kritisiert, dass Dauerparker den Kunden die Plätze wegnehmen. Die Gaststätte nebst Brauerei ist Geschichte, das Anwohnerparken gibt es bis heute nicht. Und so bleibt Trier-Ost weiterhin kostenlose Parkalternative für Behördenmitarbeiter, busfahrunwillige Städter und parkhausunerfahrene Landbewohner. Nur im Bereich um die Bäckerei darf nicht stundenlang geparkt werden. Der Rest bleibt Parkparadies.
Zu viele Autos für zu wenige Parkplätze sind nach 25 Jahren ein Problem in Trier. Zu viele Mediziner waren es, die der Kassenärztlichen Vereinigung 1994 Sorge gemacht haben. Deshalb durften sich keine weiteren Doktores in der Stadt niederlassen. Die Mediziner eröffneten daraufhin im Kreisgebiet neue Praxen. Ihre Zahl steigt laut Zeitungsartikel von 1992 bis 1994 um 30 Prozent. 2019 wären die Verantwortlichen froh über solch einen Zuspruch. Denn jenseits des Speckgürtels rund um Trier ist es um die ärztliche Versorgung heute nicht mehr gerade so gut bestellt.
Ach ja, so langsam wird es in der Karnevalssession 1993/94 ernst, wie an Artikeln und Bildern (siehe rechts) im TV zu sehen ist. har

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