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zurückgeblättert Eintracht-Aufstieg und neuer Zug

Zurückgeblättert : Mit Vito wird es klappen

Hätte, hätte, Fahrradkette. Im Mai 1994 sind die Fans der Trierer Eintracht davon überzeugt, dass der Verein in die zweite Bundesliga aufsteigt. Das Team von Trainer Udo Klug mit Spielern wie Antal Weiszenbacher, Frank Buschmann, Vito Milošević, Jan Jalocha, Jürgen Mohr und Frank Buschmann hatte zuvor in der Oberliga Südwest mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SV Edenkoben Platz 1 erreicht.

Die Gegner in der 94er-Endrunde  heißen FSV Frankfurt, Kickers Emden und der SSV Ulm. Und anfangs läuft es gut. Doch dann kommt der 25. Mai. Die Eintracht gewinnt zwar das Spiel gegen Ulm mit 2:1. Doch es gibt einen Protest. Denn Ulms Spieler Hans-Joachim Seuferlein hatte kurz vor Spielende einen von einem Trierer Zeugwart zugeschossenen Ball in den Unterleib bekommen. Seuferlein konnte nicht mehr weiterspielen. Das Wiederholungsspiel endet zwar 1:0 für Trier. Doch am Ende reichte es nicht für die zweite Liga.

Die Trierer sind für die kommenden Jahre weiter in eher regionalen Gefilden unterwegs. Erst 2002 ist es dann so weit. Zum Team von Trainer Paul Linz gehört neben Rudi Thömmes, Daniel Ischdonat, Michael Prus auch Vito Milošević.

Nicht nur die Fußballfans sind in jenen Maitagen froh gewesen. Auch Bahnreisende. Denn mit viel Tamtam und einer Sonderfahrt wird die neue Interregio-Linie 15 eröffnet. Sie verkehrt zwischen Luxemburg und Bremen. Zum Einsatz kommen deutsche und luxemburgische Triebwagen der Serie VT 628 (und 928).

 Logo zurückgeblättert
Logo zurückgeblättert Foto: TV/Lambrecht, Jana

Ein Pressesprecher der Bahn teilt damals mit, dass an den einzelnen Haltepunkten an der Strecke Volksfeststimmung geherrscht habe. Fast so wie zu Kaisers Zeiten, als erstmals Züge auf den Strecken durch die Eifel, den Hunsrück und an der Mosel kurvten. Die Wirklichkeit ist wohl weniger feierlich gewesen, als man es sich in der Pressestelle ausgemalt hatte. Und auch die Zukunft der Linie hat nicht ewig gewährt. Denn die Interregio-Verbindungen wurden zugunsten zuschlagpflichtiger IC- und ICE-Verbindungen mehr und mehr ausgedünnt. 2014 fuhr der letzte IC in Trier ab. Harald Jansen