zurückgeblättert geringere Parkosten und die Trierer Kabinenbahn

Zurückgeblättert : Parken wird günstiger

Die Höhe der Parkgebühren ist immer wieder ein Thema für hitzige Diskussionen. Für passionierte Autofahrer sind sie immer zu hoch. Für die Verfechter autofreier Innnenstädte immer zu niedrig. Aktuell kostet eine Stunde in einem Trierer Parkhaus 1,70 Euro, in Luxemburg-Stadt sind es zwei Euro.

1,80 Euro kostet in Trier eine Stunde auf einem Parkplatz unter freiem Himmel im Alleenring. Vor 25 Jahren konnten sich die Stadtratsmitglieder solch hohe Summen nicht vorstellen. Im Gegenteil: Eine Stunde Parken sollte nur noch höchstens zwei Mark kosten. Also umgerechnet knapp einen Euro. Eine entsprechende Änderung der Gebühren trat zum April 1994 in Kraft. Bis dahin wurden umgerechnet maximal rund 1,50 Euro auf einigen Parkplätzen im Zentrum verlangt. Offensichtlich war in jenen Zeiten noch genügend Geld in der Stadtkasse. Denn allein die Umstellung der 626 Parkuhren und der 31 Parkautomaten kostete umgerechnet rund 23 000 Euro. Doch wo Schatten ist, ist auch Licht. Verbunden mit der Senkung der Gebühren war eine Ausweitung der Zeit, in der gezahlt werden muss. Nämlich um eine Stunde auf 19 Uhr. Inzwischen muss bis 20 Uhr eingeworfen werden.
Und nun etwas aus der Rubrik Nostalgie: Am 30. März 1994 berichtet der Trierische Volksfreund darüber, dass ab 1. April die Trierer Kabinenbahn wieder fährt. Diese führte vom Zurmaiener Ufer zur Station im Weißhauswald. Sie war von 1967 bis 2001 in Betrieb. 2004 sollte die Bahn wieder in Betrieb genommen werden. Bei einer Probefahrt kam es jedoch zu einem Unfall, bei dem ein Mensch tödlich verletzt wurde. 2011 wurde die Bahn zum Verkauf im Internet-Auktionshaus Ebay angeboten. Es fand sich jedoch kein Interessent. Es folgte der Abriss der Anlage. An der Stelle der Bahnstation befindet sich heute ein provisorischer Parkplatz.

  Harald Jansen

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