Zusammenarbeiten, wenn's brennt
Auf Einladung der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Trier-Land trafen sich im Feuerwehrgerätehaus in Langsur die "Führungsstaffel Trier-Land" mit Führungskräften aus dem Kanton Grevenmacher.
Langsur. (red) Die Gastgeber von der Mosel stellten ihren luxemburgischen Gästen die Organisations- und Führungsstrukturen sowie die Ausstattung der 30 Feuerwehreinheiten der VG Trier-Land vor. Ein Schwerpunkt lag insbesondere auf der Vorstellung der im Jahr 2006 gegründeten Führungsstaffel, die bei größeren Schadenslagen gemeinsam mit der Wehrleitung die sogenannte "Einsatzleitung der Verbandsgemeinde" bildet.
Die Luxemburger Feuerwehrleute waren vor allem daran interessiert, welche Einsätze diese Einheit bisher geleistetet hat - insbesondere bei Bränden, Personensuchen und Hochwasser.
Wie rasch es zu einem "grenzüberschreitenden" Einsatz im wahrsten Sinne des Wortes kommen kann, stellten die Feuerwehrkräfte noch während des Vortrags fest. Die Feuerwehr Langsur wurde zu einem Einsatz am Grenzübergang Wasserbilligerbrück alarmiert. Dort waren nach einem Verkehrsunfall Betriebsstoffe aus einem PKW ausgetreten.
Im Anschluß gab es eine rege Diskussion. Die Fachleute dachten sich Einsatzszenarien aus: grenzüberschreitende Personensuchen in Langsur oder Ralingen, Gewässerverunreinigungen auf der Mosel, Verkehrsunfälle am Autobahn-Grenzübergang, Hochwasser. Schnell war man sich einig, dass es zahlreiche Einsatz-Szenarien gibt, bei denen eine Zusammenarbeit der deutschen und luxemburgischen Einsatzleitungen sinnvoll wäre.
Mit einem gemeinsamen Grillen ließen die Wehren die Veranstaltung ausklingen. Persönliche Kontakte wurden geknüpft, eine "Gegeneinladung" nach Luxemburg ausgesprochen. Außerdem haben die Brandschützer gemeinsame Übungen der beiden Einsatzleitungen ins Auge gefasst.
Gemeinsam brachten die Feuerwehrleute es auf den Punkt: "Sauer und Mosel dürfen keine Grenzen mehr sein, wenn es darum geht, im Notfall den Menschen zu helfen."