Zustimmung zur Planung

TRIER-NORD. (LH) Momentan viel diskutiert und in aller Munde: die dritte Alternative der Umgehung Kürenz über "Am Grüneberg". Der Ortsbeirat Trier-Nord beschäftigte sich in seiner Zusammenkunft mit dem Thema.

Es gibt höher angesiedelte kommunale Gremien für eine Entscheidung über die Umgehung Kürenz (der TV berichtete mehrfach) als den Ortsbeirat Trier-Nord. Aber gewollt ist, dass sich auch die unteren Ebenen damit beschäftigen. Genau dies tat der Ortsbeirat Trier-Nord in seiner Sitzung im Bürgerhaus Trier-Nord und signalisierte dem neuen Vorstoß der "dritten Alternative" über die Straße Am Grüneberg seine Zustimmung mit sieben Ja-Stimmen (bei vier Enthaltungen). Die Zustimmung der Nordstädter bezieht sich allerdings nur auf die Planungskosten von 100 000 Euro, die im städtischen Haushalt 2006/2007 eingestellt werden sollen, nicht jedoch auf die Maßnahme selbst. Beiratsmitglied Manfred Becker skeptisch: "Ich muss es mir einfach mal von der Seele reden: Noch einmal 100 000 Euro Planungskosten sind schon ärgerlich." Hans-Jürgen Metzen von der Verkehrsplanung des Tiefbauamtes hatte dem Ortsbeirat und einer Handvoll interessierter Zuhörer die aktuelle Variante vorgestellt. Mit einer 6,50 Meter breiten Straße werde es keine "mordsmäßige Umgehung" geben, betonte Metzen, dem - trotz hartnäckiger Nachfrage von Manfred Becker - nicht eine neuere Zahl als die bekannten Planungskosten von 100 000 Euro über die Lippen kam. Eingeschränkte Nutzung

Neues Zahlenmaterial läge womöglich Ende Januar vor. Kürenz werde 70 Prozent seines Verkehrs behalten, prognostizierte Beiratsmitglied Doris Steinbach. Ebenfalls einstimmig fiel das Votum zum Bebauungsplan "BR 14 Gewerbegebiet Trier-Nord II" aus (Bereich östlich der Ohmstraße beziehungsweise südlich der Ruwerer Straße). Die städtischen Vorstellungen wurden von Stefan Leist vom Planungsamt erläutert. Bislang seien so gut wie alle gewerblichen Betätigungen möglich. In Anlehnung an das Einzelhandelskonzept werde mit dem neuen Plan eine eingeschränkte Nutzung angestrebt, um den Stadtteil Ruwer wie auch die Innenstadt (unter anderem beim Warensortiment) nicht zu beeinträchtigen. Beispiel: Ein Lebensmitteldiscounter könnte nach dem neuen Plan nicht mehr ansiedeln. Wie bereits in der November-Sitzung ging es abermals um die künftige Verteilung von Budgetmitteln des Ortsbeirats (der TV berichtete). Ein neuer Modus soll nunmehr in der nächsten Sitzung erarbeitet werden. Durch eine neue "Weichenstellung" erhofft sich der Ortsbeirat eine höhere "Effizienz" und eine größere Bürgerbeteiligung. Wenn dies tatsächlich eintritt, dürfte die Beratungsstelle des Bürgerhauses als eine der letzten Institutionen in den Genuss einer alten Förderung gekommen sein. 1000 Euro wurden für den Kauf von pädagogischen Arbeitsmaterialien genehmigt.

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