Zwangsgeld gegen Pfalzeler Recyclingfirma

Zwangsgeld gegen Pfalzeler Recyclingfirma

Weil die Recyclingfirma Eu-Rec trotz behördlichen Verbots weiter Folien aus der Gelben-Sack-Sammlung verarbeitet haben soll, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als zuständige Aufsichtsbehörde am Mittwoch ein Zwangsgeld verhängt.

Der Verstoß gegen das Verbot sei bei einer Betriebskontrolle festgestellt worden. Die Höhe des Zwangsgelds teilte die Behörde nicht mit.

Eu-Rec-Geschäftsführer Willi Streit erfuhr von der Strafe am Mittwochnachmittag durch den TV. Die Behörde habe ihn über das Zwangsgeld noch nicht informiert, sagte Streit und erklärte: "Ich weiß auch überhaupt nicht, wie die SGD dazu kommt. Wir verarbeiten definitiv derzeit - wie von der Behörde verlangt - keine Folien aus der Gelben-Sack-Sammlung sondern ausschließlich gewaschene Gewerbe- und Industriefolien." Bei der Betriebskontrolle am Dienstag habe der SGD-Mitarbeiter keinerlei negative Anmerkungen gemacht. "Ich habe ihm alles gezeigt, er hat alles fotografiert - dass ich gegen das Verbot verstoßen haben soll, wurde mit keiner Silbe erwähnt."

Die Eu-Rec hat ihren Sitz im Industriegebiet Trierer Hafen. Seit 1,5 Jahren gibt es aus dem nahen Wohngebiet regelmäßig Beschwerden über Gestank, der vom Firmengelände ausgeht. Mehrere Vorkehrungen der Eu-Rec, den Gestank einzudämmen, waren erfolglos. Bis zum Einbau einer neuen, umfassenden Filteranlage darf die Firma keine Gelbe-Sack-Folien verarbeiten. Am Dienstag gab es aus Pfalzel allerdings erneut Beschwerden, weil es wieder gestunken habe. woc

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