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Zwei Drogenprozesse enden mit Gefängnisstrafen

Trier/Bitburg. Eine 27-jährige Frau aus Aachen soll wegen Drogenhandels mehr als vier Jahre ins Gefängnis. Bereits rechtskräftig ist das Urteil gegen zwei Dealer aus Trier und den Niederlanden: Sie müssen für fünfeinhalb beziehungsweise drei Jahre hinter Gitter.

Trier/Bitburg. Das Landgericht Trier hat am Dienstag zwei Urteile in Drogenprozessen gefällt.

Fall Nummer eins: Bei der Dritten Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Armin Hardt war eine 27-jährige Aachenerin angeklagt. Sie soll seit Anfang 2010 gewerbsmäßig mit Drogen gehandelt haben. Laut Anklageschrift lagen die Tatorte unter anderem in Bitburg und Burbach (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Demnach ging es bei den Deals meist um Amphetamin. Die Frau soll mehrere Kilo des synthetischen Rauschgifts verschiedenen Abnehmern angeboten und zum Teil verkauft haben. Sie habe außerdem mit Marihuana gehandelt.
Das Gericht verurteilte die 27-Jährige zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Hinzu kommt eine weitere Gesamtfreiheitsstrafe - Einzelstrafen aus einem Urteil des Amtsgerichts Bitburg sind einbezogen - von neun Monaten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Fall Nummer zwei: Bei der Ersten Großen Strafkammer unter dem Vorsitz von Richterin Petra Schmitz waren ein 23-jähriger Niederländer und ein 26-jähriger Trierer angeklagt. Laut Anklageschrift schmuggelten die beiden Männer Kokain aus den Niederlanden über die Grenze, um das Rauschgift im Raum Trier zu verkaufen. Auch kiloweise Amphetamin landete auf diesem Weg in einem Depot in Bitburg sowie in der Wohnung des Trierers.
Die Angeklagten befanden sich seit 24. Juni in Untersuchungshaft. Der 23-Jährige war bisher in Deutschland nicht vorbestraft, der 26-Jährige in vier Fällen strafrechtlich in Erscheinung getreten.
Das Gericht verurteilte den Niederländer zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren. Der Trierer bekam eine Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Zudem ordnete das Gericht an, ihn in einer Entzugsklinik unterzubringen. Das Urteil ist rechtskräftig. cus