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Zwei Millionen Euro für Radweg-Ausbau und Info-Zentrum in Trier

Zuschüsse von Bund und Land : Zwei Millionen Euro für Radweg-Ausbau und Info-Zentrum in Trier

Die Stadt Trier erhält für den Ausbau der Radachse von Trier-Nord bis zum Hauptbahnhof Finanzhilfen des Bundes von rund 1,62 Millionen Euro. Zudem bekommt die Tourist-Information Trier einen Landeszuschuss von 408.000 Euro für barrierefreien Umbau und digitale Zusatzangebote.

Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt kündigte Oberbürgermeister Wolfram Leibe am Freitag die Förderung für den Radwegebau an. Der Landesbetrieb Mobilität wird demnach in den nächsten Tagen den förmlichen Bewilligungsbescheid an die Stadt Trier versenden.

Der Ausbau der Radachse ist eine der prioritären Maßnahmen im Radverkehrskonzept der Stadt Trier. Ein Hauptziel ist die Herstellung einer schnellen und durchgängigen Verbindung vom Hauptbahnhof in Richtung der Stadtteile Trier-Nord, Kürenz und Ruwer.

Die Nutzbreite der neuen Radwegeverbindung wird auf bis zu 3,50 Meter ausgebaut. Entlang der Metternichstraße im Stadtteil Trier-Nord, an der sich Firmen und Industriebetriebe befinden, wird ein Zweirichtungsradweg hergestellt. Die direkte Anbindung zum Hauptbahnhof und zur Innenstadt als auch zu den Firmen und Industriebetrieben in der Metternichstraße soll Berufspendlern eine gute Möglichkeit zum Umstieg auf das Verkehrsmittel Fahrrad bieten. Es ergibt sich eine Verknüpfung mit dem übergeordneten Radwegenetz an den Ruwer-Hochwald-Radweg.

Außerdem überreichte Ministerin Schmitt an den Trierer Tourismusdezernenten Markus Nöhl einen Förderbescheid des Landes über 408.000 Euro für die Modernisierung der Tourist-Information Trier, eine barrierefreie Toilettenanlage sowie eine digitale Erlebniswelt zu den Unesco-Welterbestätten. Die Umsetzung soll bis zum 31. Dezember 2023 erfolgen.

Im Rahmen des Projekts „Trierer Info-Zentrum“ werden digitale sowie barrierefreie Angebote und Möglichkeiten im touristischen Bereich geschaffen. Dies soll neue Perspektiven eröffnen und es allen Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, die Angebote ohne fremde Hilfe wahrzunehmen. Zertifiziert ist das Projekt nach den Kriterien des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) Berlin, welche die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Einrichtungen und Angeboten beurteilen.

Die Umgestaltung der Tourist-Information erfolgt auf digitaler sowie analoger Ebene. Dabei werden neue Zugänge zu touristischen Informationen für die gesamte Servicekette geschaffen. So wird unter anderem die Buchung von touristischen Leistungen erleichtert. Zusätzlich erhalten Besucherinnen und Besucher in einem Bereich zur Selbstinformation die Möglichkeit, eigenständig die gewünschten Informationen abzurufen.

In andere Epochen Triers und deren Geschehnisse eintauchen können Touristinnen und Touristen künftig wiederum in der digitalen Erlebniswelt. In einer neuen Stadtführung erleben sie so beispielsweise historische Stätten gleichzeitig vor Ort und mittels virtueller Realität. Der ebenfalls aus dem Programm geförderte Bau einer barrierefreien öffentlichen Toilette in der Nähe der Porta Nigra erweitert das städtische Toilettennetz an einem zentralen touristischen Knotenpunkt.