Zwei neue Schulen in der VG Ruwer Projekt Osburg wieder am anfang

Pläne : Schule Osburg: Wieder alles auf Anfang

Die Gebäude in Waldrach und Osburg sind Sanierungsfälle. Doch nur bei einem Standort ist Ersatz in Sicht.

Bis in die Nachrichtensendung Logo des Kinder- und Jugendkanals Kika hat es die Osburger Schule schon geschafft. In einem Bericht im Sommer erklären die Schulsprecherinnen Anika und Jolie, wo der Schuh drückt. Wasser dringt durch undichte Fenster ein, Wasserhähne können nicht benutzt werden, auf dem Schulhof sind Löcher im Asphaltbelag. Kurzum. Die Schule ist zumindest ein Sanierungs­fall.

Inzwischen besuchen die beiden Schulsprecherinnen weiterführende Schulen. Und so wie es aussieht, werden noch einige Jungen und Mädchen Anika und Jolie als Schulsprecher oder Schulsprecherin nachfolgen, ehe es eine neue oder sanierte Schule gibt.

Im Modell ist die Ruwertalschule schon fertig. Foto: Kreisverwaltung Trier-Saarburg

Die Mitglieder des Verbandsgemeinderats Ruwer – die VG ist für Grundschulen zuständig – hatte schon vor Jahren erkannt, dass in Osburg etwas geschehen muss. Pläne wurden gezeichnet und wieder verändert. Selbst über die Bauweise gerieten sich die Ratsmitglieder in die Wolle. Der Beginn irgendwelcher Bauarbeiten steht noch in den Sternen.

Im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund erklärt Stephanie Nickels, Bürgermeisterin der VG Ruwer, an welchem Punkt sich das Projekt Grundschule Osburg derzeit befindet. Nämlich ziemlich am Anfang. Die Struktur- und Dienstleistungsdirektion (SGD) muss erst einmal prüfen, was wirtschaftlicher ist. Dazu wird eine Kosten-Vergleichsrechnung angestellt. Wenn danach die Kosten einer Sanierung mindestens 80 Prozent die eines Neubaus erreichen, ist die Schwelle der Unwirtschaftlichkeit einer Bestandssanierung erreicht. Laut Bürgermeisterin Nickels liegen der SGD bisher noch nicht alle Daten vor.

Mehrere Schritte weiter ist man in Waldrach. Auch dort könnten Schülervertreter wie in Osburg über Unzulänglichkeiten der Gebäude berichten, in denen eine Grundschule und eine Realschule plus untergebracht sind. Doch so langsam geht es in Richtung Teilneubau, den der Landkreis Trier-Saarburg als Träger der Realschule plus verantwortet. Die VG Ruwer ist nur bei der Finanzierung des Anteils für die Grundschule gefragt.

Dazu sagt Martina Bosch, Sprecherin der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, dass inzwischen Planungsleistungen an Fachplaner vergeben worden sind. „Momentan läuft die Vorentwurfsphase.“ Am Ende wird der Vorentwurf den politischen Gremien des Kreises vorgelegt. „Der Kostenrahmen für das Bauvorhaben wird momentan auf rund 14,5 Millionen Euro geschätzt.“ Diese Planung wird abschließend den Prüfbehörden (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, SGD Nord sowie Baugenehmigungsbehörde) vorgelegt, ehe die Bauarbeiten beginnen können.

Während der Bauarbeiten muss die Ruwertalschule komplett ausgelagert werden, da die bestehenden Schulgebäude zum größeren Teil abgerissen werden. „Damit der Schulbetrieb in der Bauphase ungestört weiterlaufen kann, werden auf dem Verkehrsübungsplatz hinter der Feuerwehr in Waldrach mobile Raumelemente aufgestellt“, sagt Bosch (der TV berichtete). Eine Ausnahme bilde der Sportunterricht. „Vor allem in der Winterzeit müssen die Schüler zu Sportstätten in der Umgebung gefahren werden.“ Die mobile Schule befindet sich laut Kreisverwaltung momentan ebenfalls in der Vorentwurfsphase.

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