Zwei neue Trinkwasserspender in Trier mit kostemlosen Wasser

Nachhaltigkeit : Auf Knopfdruck gibt’s in Trier jetzt kostenloses Trinkwasser

Es ist heiß, der Durst drängt, aber spontan ist keine Wasserflasche zur Hand? In Trier stehen jetzt zwei Spender mit Trinkwasser für jeden.

So richtig ist sich Alle Veltmann aus den Niederlanden des historischen Moments gar nicht bewusst. „Was, ich war der Erste, der hier getrunken hat?“, fragt der Urlauber auf dem Domfreihof begeistert, aber ungläubig. Zumindest der erste Tourist, denn kurz vorher ist einer von zwei Trinkwasserspendern der Stadtwerke Trier (SWT) in Betrieb genommen worden. Hier können sich Einheimische wie Besucher künftig von April bis Oktober kostenlos erfrischen und sich entweder Trinkwasser in eine Flasche füllen oder aber direkt am Wasserstrahl trinken.

Gefördert werden die beiden Edelstahlsäulen vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium. Das bedeutet: 10 000 bis 12 000 Euro kostet ein Spender  je nach Standort, 4000 Euro bekommen die SWT pro Anlage vom Land. Die künftige Wartung übernehmen dann die Stadtwerke. Für Steffen Maiwald, seit 1. Juli neuer kaufmännischer Vorstand der SWT, ist die Einweihung der erste öffentliche Auftritt. „Mit diesem Projekt möchten wir einen weiteren Beitrag zur Lebensqualität in Trier leisten.“

Schon seit einigen Jahren werden die Trierer Schulen auf Kosten der SWT nach und nach mit Trinkwasserspendern ausgestattet, wie Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Arndt Müller, technischer Vorstand der SWT, berichten. „Herr Müller hat einen Sohn, ich habe eine Tochter, und wir haben uns gefragt, warum die Kinder Wasserflaschen in die Schule schleppen müssen, wenn bestes Trinkwasser vor Ort vorhanden ist.“ Und dann wäre da noch die Zielgruppe der Studenten, die vom Standort des zweiten öffentlichen Wasserspenders profitieren sollen – er ist im Palastgarten an den Kaiserthermen zu finden, also nahe der beliebten Liegewiese.

Nahe der Kaiserthermen gibt‘s im Palastgarten künftig ebenfalls kostenloses Trinkwasser. Foto: SWT/Anne Paris/SWT

In direkter Nachbarschaft zur neuen Säule auf dem Domfreihof lebt Weihbischof Jörg Michael Peters, den Leibe gleich lachend beglückwünscht: „Sie müssen nie wieder Sprudelkästen schleppen.“ Peters ist aber noch in weiterer Hinsicht begeistert von der neuen Attraktion unweit des Doms: „Das ist eine prima Sache, wenn ich beobachte, wie viele Schulklassen und Gruppen Tag für Tag staunend – und oft auch durstig – vor dem Dom und der Liebfrauenkirche stehen.“

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