Zwei Schulen, ein Name, ein Chef

Zwei Schulen, ein Name, ein Chef

TRIER. Aus Montessori- und Deutschherrenschule wird Medard-Schule. Der Stadtrat beschloss einstimmig die organisatorische Zusammenlegung und Umbenennung der beiden Sonderschulen, die voraussichtlich Mitte 2005 ihr neues Domizil im ehemaligen Lycée Ausone in Trier-Süd beziehen.

Noch bestehen in Trier zwei Sonderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Die Montessori-Schule (Friedrich-Wilhelm-Straße 56) unterrichtet derzeit 58 Mädchen und Jungen im Grundschulalter. Die Deutschherren-Schule (Ausoniusstraße) besuchen 127 Schülerinnen und Schüler der Primarstufe. Beide Schulen haben derzeit keinen Leiter. Die Ausschreibung für die Wiederbesetzung der Chefstelle in der Deutschherren-Schule läuft, die Montessori-Schule erhält wegen der Zusammenlegung keinen neuen Leiter mehr. Ab dem kommenden Schuljahr ist der Leiter in der Ausoniusstraße für beide Einrichtungen zuständig - ein Vorgriff auf die aus pädagogischen und schulorganisatorischen Gründen seit längerem geplante Zusammenlegung. Die nimmt ab 1. August auch in der Namensgebung konkrete Formen an. Den Namen "Medard-Schule" tragen ab dann beide Schulen.Umbau und Sanierung für 3,8 Millionen Euro

Mit dem Namen Medard wollen beide Schulen dem neuen Standort Rechnung tragen. Der Heilige Medard war Bischof von Noyon und starb 545. Ihm zu Ehren wurde südlich von Trier bereits im Frühmittelalter eine Pfarrkirche errichtet, zu der später die Dörfer Matthias, Medard, Teile von Feyen und Heiligkreuz sowie der Roscheider und der Brubacher Hof gehörten. "Durch diesen Namen soll nach der Zusammenlegung der beiden Sonderschulen an dem neuen Standort im ehemaligen französischen Gymnasium Lycée Ausone ein Bezug der Schule zum alten Stadtteil hergestellt werden", heißt es in der vom Stadtrat einstimmig verabschiedeten Vorlage zur Umbenennung. Ebenfalls einmütig und ohne Diskussion beschloss der Rat die organisatorische Zusammenlegung beider Einrichtungen, die voraussichtlich die beiden kommenden Schuljahre noch an ihren alten Standorten verbringen werden Umbau und Sanierung des ehemaligen Lycée Ausone sollen in den Sommerferien starten. Erst steht die Runderneuerung des Hauptgebäudes auf dem Programm (Kosten: rund 2,7 Millionen Euro), Bauabschnitt zwei umfasst Turnhalle und angeschlossene Gebäude (1,1 Millionen Euro). Läuft alles nach Plan, können Schüler und Lehrer Mitte 2005 den Einzug uns neue Domizil feiern.

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