Zwei Überfälle im Palastgarten

Zwei Überfälle im Palastgarten

Im Trierer Palastgarten hat es am Wochenende gleich zwei Raubüberfälle gegeben. Das hat die Polizei gestern mitgeteilt. Dabei wurden insgesamt drei Menschen verletzt.

Trier. Zwei Asylbegehrende haben bei der Polizei angegeben, in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Palastgarten angegriffen und beraubt worden zu sein. Ihren Schilderungen zufolge hielten sie sich in der Parkanlage auf, wo sie auf eine Gruppe Marokkaner trafen. Dabei soll es sich zuerst um drei, später aber um 15 bis 20 Menschen gehandelt haben. Die Gruppe soll die mutmaßlichen Opfer dann angegriffen haben. Ein Verdächtiger habe einen der Geschädigten am Arm festgehalten. Dann sei er mit einem Kopfstoß am linken Auge verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, raubten die Verdächtigen den beiden 39-Jährigen Bargeld. Die beiden Geschädigten können nur einen mutmaßlichen Täter beschreiben: Er hatte eine Glatze, war muskulös, trug keinen Bart, war jünger als 30 Jahre und kleiner als 1,80 Meter.
In der Nacht zu Montag wurde nach Polizeiangaben gegen 0.35 Uhr ein weiterer Mann im Palastgarten überfallen. Er soll von einer dreiköpfigen Gruppe angegriffen worden sein. Dabei handele es sich um zwei Männer und eine Frau, an denen das Opfer zunächst vorbeigegangen war. Nachdem die Unbekannten ihn angepöbelt hätten, sei er von ihnen mehrfach ins Gesicht, in den Rücken und auf den Hinterkopf geschlagen worden. Zudem stahlen sie laut Polizei seine Reisetasche. Beide Täter wurden vom Zeugen als etwa 30 Jahre alt und 1,80 Meter groß beschrieben. Sie hätten ein südosteuropäisches oder arabisches Aussehen gehabt und Deutsch mit Akzent gesprochen. Die Frau konnte nicht näher beschrieben werden.
Vor rund zwei Wochen hatte es eine Raubserie in der Trierer Innenstadt gegeben, bei der ein Tatverdächtiger, ein 18-Jähriger mit marokkanischer Staatsangehörigkeit, von der Kripo im Palastgarten gefasst wurde (der TV berichtete). Drei mutmaßliche Komplizen konnten nicht aufgespürt werden.
Die Polizei teilte unserer Zeitung gestern mit, dass ein Zusammenhang mit dem neuerlichen Raub nicht ausgeschlossen werden könne.
"Tatsächlich häufen sich die Raubdelikte im öffentlichen Raum in den vergangenen Wochen", bestätigte Polizeisprecher Uwe Konz auf TV-Anfrage. Was tut die Polizei dagegen? Es gebe ein "polizeitaktisches Maßnahmenbündel zur Aufklärung und idealerweise Verhinderung der Taten". Weitere Details könnten im Hinblick auf laufende Ermittlungen nicht genannt werden. bec

Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise unter Telefon 0651/9779-2254 und -2290.

Mehr von Volksfreund