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Zweite Chance für Jugendliche

Zweite Chance für Jugendliche

Die Jahresbilanz kann sich sehen lassen: Das Modellprojekt zur Integration Jugendlicher in Ausbildung und Beschäftigung (IJAB) hat 33 junge Menschen vermittelt. Die Arge im Landkreis Trier-Saarburg zog mit der Agentur für Arbeit ein positives Resümee.

Trier. (hw) Prominenter Besuch beim Bürgerservice in Trier: Landrat Günther Schartz (Trier-Saarburg), der Chef der Agentur für Arbeit Wolfram Leibe, Arge-Chef Christoph Fuchs und sein Vertreter Dieter Schormann hatten sich beim Bürgerservice angemeldet, um über das Modellprojekt zu diskutieren.

Doch die "Hauptdarsteller" an diesem Tag waren die Jugendlichen Nikolaus Thiesen und Thomas Schneider. Die beiden gehören zu den Teilnehmern, die über das vom Bürgerservice geleiteten Projekt eine zweite Chance nutzen wollen.

Projektleiterin Nicole Ludwig stellte IJAB vor. Zielsetzung der Betreuung ist die Vermittlung in Ausbildung oder Beschäftigung. Die Integration soll durch eine Analyse der persönlichen und fachlichen Kompetenzen sowie Berufseignungstests erreicht werden. In den Werkstätten des Bürgerservices können die betreuten jungen Menschen in den Bereichen Holz, Metall und Farbe sowie Garten- und Landschaftsbau Erfahrungen mit dem Berufsleben sammeln. "Dabei achten wir auf Pünktlichkeit, Ordnung, Antrieb und Motivation sowie Teamfähigkeit und Sozialverhalten", sagte Ludwig.

Wie schwer dies Jugendlichen fällt, erzählt Thomas Schneider: "Dies war für mich in den ersten Tagen die größte Herausforderung." Auch Nikolas Thiesen hatte "am frühen Aufstehen" zu knabbern. Inzwischen sind die beiden davon überzeugt: "Das schaffen wir." Christoph Fuchs ist von der Arbeit überzeugt: "Das war ein erfolgreiches erstes Jahr." Von den insgesamt 50 Teilnehmern aus Trier, Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm konnten 33 junge Menschen nach ihre Projekt-Zeit in Ausbildung oder Beruf vermittelt werden, 14 aus Trier-Saarburg. Landrat Schartz und Wolfram Leibe lobten das Projekt als "vorbildlich".