Zwischen Reben und Mosel

Die rund 200 Einwohner zählende Mittelmoselgemeinde Schleich will wachsen: Dieser Tage hat dort die Erschließung eines Neubaugebietes begonnen. Schon im Herbst soll mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden.

Schleich. Bis zum rechtskräftigen Bebauungsplan und zum Beginn der Erschließung sei es ein weiter Weg gewesen, erklärt Ortsbürgermeister Rudolf Körner. Seit 1996 habe das Projekt regelmäßig auf der Tagesordnung des Ortsgemeinderats gestanden. Schließlich sei es gelungen, insgesamt 32 schmale Weinbauparzellen katastermäßig zusammenzulegen. Nach einer katastermäßigen Zusammenlegung ist aus dem Areal ein rund 19 000 Quadratmeter umfassendes Baugebiet mit 25 Einzelgrundstücken geworden. Alle Grundstücke sind nach wie vor im Privateigentum. Die Größe der Bauplätze variiert zwischen 600 und 800 Quadratmetern, davon sind noch einige aus privater Hand erhältlich. Für die künftigen Häuser wurden einige Normen festgelegt - vorgeschrieben ist etwa eine zweigeschossige Bauweise mit einer maximalen Firsthöhe von 8,50 Metern. Außerdem sollen sich die Gebäude durch ihre Gestaltung der sie umgebenden Mosellandschaft anpassen.Die ersten Eigentümer beginnen im Herbst den Bau

Für die nun begonnene Erschließung der Flächen investiert die Gemeinde rund 750 000 Euro. Zurzeit verlegt die Tiefbaufirma Wey aus Rivenich Kanalisation und Wasserleitungen. Den Bau der Erschließungsstraßen übernimmt anschließend die Firma Lehnert aus Sehlem. Die Anbindung des Neubaugebiets an den Ortskern ist über Schleicher Straße vorgesehen. Zusätzlich ist ein Anschluss an die oberhalb verlaufende Moselweinstraße (B 53) geplant. Ein zur Mosel hin gelegener Geländestreifen unterhalb der Erschließungsflächen gilt als Hochwassergebiet. Er bleibt unbebaut und kann als Gartenland genutzt werden. Ortsbürgermeister Körner hofft, dass die Erschließungsarbeiten Anfang Oktober abgeschlossen sein werden. "Einige Grundstückseigentümer wollen schon im Herbst mit dem Hausbau beginnen", erklärt Körner. Viele Bauherren kämen aus Schleich. Dabei sei auch ein Bauherr aus dem Nachbarort Ensch und ein Aachener, der schon im Frühjahr mit dem Bau beginnen will.