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Zwölf Wohnungen entstehen in Trier an Ecke Ostallee/Gartenfeldstraße

Wohnungsbau : Bauarbeiten in der Ecke Ostallee/Gartenfeldstraße in Trier schreiten voran

Der Baukran in der Trierer Ecke Ostallee/Gartenfeldstraße ist weg – kommt aber für kurze Zeit wieder. Bauarbeiten schreiten voran. Zwölf moderne Wohnungen sollen in zentraler Lage in Trier entstehen.

Aus alt mach‘ neu: Auf diesen kurzen Nenner lassen sich die noch andauernden Bauarbeiten an dem mehrstöckigen Wohn- und Geschäftsgebäude in Trier, Ecke Ostallee/Gartenfeldstraße, beschreiben. Für Autofahrer, die hier tagaus, tagein entlangfahren haben die Unannehmlichkeiten allerdings noch kein Ende – insbesondere zu den Stoßzeiten morgens und abends. Die Gartenfeldstraße-Engstelle durch den Bauzaun auf der in Richtung Ostallee abknickenden Fahrbahn wird wohl noch eine geraume Zeit bestehen bleiben, ist bauseits zu hören, und damit der nicht immer von allen Fußgängern angenommene provisorische Fußgängerüberweg.

Warum aufs Auto verzichtet werden kann

Gut: Der mächtige Kran auf der Straße wurde vor Tagen abgebaut (4. Mai), soll aber wiederkehren. Nur kurz, um die Restarbeiten zu erledigen, wie der private Bauherr versichert. Für die unter permanenter Wohnungsnot leidende Stadt positiv: Zwölf moderne Wohneinheiten (meist 85 Quadratmeter, einige größer) sollen in dem aus den 1960er Jahren stammenden, dann energetisch sanierten Gebäudekomplex entstehen. Lukrativ ist die Lage deshalb, weil der Hauptbahnhof nach wenigen Gehminuten zu erreichen ist. Bei dem einen oder der anderen könnte in diesen Tagen hoher Spritpreise die Idee reifen: Auto ade.

Äußerlich gut zu erkennen: Der vormals nicht gerade als Augenweide auffallende Innenhof zum Nachbargebäude in der Gartenfeldstraße wurde mit einem Anbau geschlossen. Verschwunden auch die acht Balkone an der Ostallee-Seite mit dem Flair aus den 60ern. Soweit hinter dem Gerüst zu sehen: Auch das Dach scheint eine Aufwertung zu erfahren.

Wieso ein Kunstwerk weichen muss

Einer zusätzlichen Fensterreihe über die vier Etagen musste das Glasmosaik mit dem Erzengel Michael (TV vom 15./16. Mai 2021) weichen – auch wegen der neu angebrachten Außendämmung an der Süd-Fassade – auf Kosten der Bauherrengemeinschaft. Das Heiligenbild sei mit der für ein Kunstwerk gebotenen Sorgfalt abgenommen worden, war von Bauherrenseite zu vernehmen. Schnell vorbei gewesen sei die anfängliche Euphorie bei Interessenten, das Kunstwerk unbedingt der Nachwelt zu erhalten. Auch die Kosten der nunmehr seit einem Jahr andauernden Einlagerung haben nach eigenen Angaben die Hauseigentümer übernommen.

Interessierte für das von dem renommierten Trierer Künstler Jakob Schwarzkopf (1926-2001) geschaffene Glasmosaik mit der sakralen Erzengel-Darstellung können sich melden per Mail bei: echo@volksfreund.de. Der TV wird für eine Weiterleitung an die Eigentümer sorgen.