Trier: Unbekannte sprechen Kinder an - Zwei Fälle in Trierer Stadtteilen

In den Trierer Stadtteilen Euren und Pfalzel haben mehrere Täter versucht, Kinder in Autos zu locken oder mit Gewalt hinein zu zerren. Bisher ist jeder dieser Versuche gescheitert. Bei den Eltern geht die Angst um. Die Polizei nimmt die Vorfälle sehr ernst.

 In Trier haben Unbekannte versucht, Kinder ins Auto zu locken oder zu zerren (nachgestellte Szene). TV-Foto: Klaus Kimmling

In Trier haben Unbekannte versucht, Kinder ins Auto zu locken oder zu zerren (nachgestellte Szene). TV-Foto: Klaus Kimmling

Foto: Klaus Kimmling

(jp) In Trier-Pfalzel ist ein Siebenjähriger mit seinem Tretroller unterwegs, als ein Wagen neben ihm hält. Ein Mann steigt aus und packt das Kind am Kragen seiner Jacke. Der zu Tode erschrockene Junge kann sich losreißen und nach Hause laufen. Der Angreifer, der kein Wort gesprochen hat, springt in sein Auto und rast davon. Der Junge wird später der Polizei berichten, das Auto sei ein silberner Polo mit Trierer Kennzeichen gewesen, in dem zwei Männer saßen.

In Trier-Euren werden zwei Freunde, ein sechs und ein sieben Jahre alter Junge, von zwei Personen angesprochen, die sie später übereinstimmend als „älteres Pärchen“ beschreiben. Beide sprechen davon, dass sie Videospiel-Konsolen verschenken wollen, die man sich allerdings in ihrem Wagen abholen müsse. Die beiden Jungs glauben dem Paar jedoch nicht und laufen weg.

Beide Fälle spielten sich innerhalb von wenigen Tagen ab. Ob es sich um dieselben Täter handelt, wer sie sind und nach welchen Motiven sie handeln, ist noch völlig unklar. Die Polizei ist alarmiert. „Die Sachverhalte sind nicht völlig eindeutig“, sagt Monika Peters, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Trier. Es gibt keine erwachsenen Augenzeugen, beide Fälle basieren auf den Aussagen der betroffenen Kinder. Diese sind aber offenbar glaubwürdig und ernst zu nehmen. Die Beamten haben lange und intensiv mit den Kindern gesprochen. „Die Kollegen haben alle Register gezogen“, so Peters. Die Polizei hat keinen Zweifel an der Darstellung der Kinder. In den beiden Trierer Stadtteilen herrscht höchste Alarmbereitschaft. „Ich habe Angst, mein Kind allein zur Mülltonne zu schicken“, sagt eine Mutter aus Euren. Auch Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz hat sich eingeschaltet und mit den Kindern gesprochen Die Leiterin der Grundschule Euren hat einen Brief an alle Eltern geschickt.

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