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Trier: Versuchter Goldschatz-Raub: Urteil - Niederländer muss ins Gefängnis

Kriminalität : Urteil im versuchten Goldschatz-Raub von Trier - Niederländer muss ins Gefängnis

Er hat beim versuchten Raub des Trierer Goldschatzes am 8. Oktober 2019 vor dem Rheinischen Landesmuseum Schmiere gestanden. Deshalb hat das Trierer Landgericht den 28-Jährigen Niederländer zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Mann hat gleich zu Beginn des Prozesses gestanden, sich an der Tat beteiligt zu haben. Nun wurde er zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

Richterin Petra Schmitz verwies in ihrer Urteilsbegründung auf den immensen kulturellen und materiellen Wert des Goldschatzes und den am Museum entstandenen Sachschaden in Höhe von rund 100.000 Euro. Als Mittäter habe der 28-jährige bei dem Einbruch eine sehr wichtige Rolle gespielt. Denn das Zeitfenster bis zum Eintreffen der Polizei sei sehr knapp gewesen. „Das war aus Sicht der Täter schon brandgefährlich“, sagt Schmitz.

Zu Gunsten des Angeklagten wirkte sich nicht nur das Geständnis aus und dass er nicht selbst ins Gebäude eingedrungen war, sondern auch die Tatsache, dass er keine Vorstrafen hat und bereits seit Dezember 2020 unter Coronabedingungen in Untersuchungshaft sitzt.

Mutmaßlich hatte der 28-Jährige zwei Mittäter, von denen aber weiter jede Spur fehlt. Die Männer waren über ein Baugerüst in ein Fenster des Museums eingedrungen, hatten eine Türe zum Münzkabinett aufgebrochen und mit einem Vorschlaghammer auf die Panzerglasvitrine eingeschlagen. Sie entkamen ungesehen, kurz nachdem die Polizei das Gebäude umstellt hatte. Das Urteil ist nichts rechtskräftig.

Der Goldschatz umfasst 2518 römische Münzen aus reinstem Gold. Sein Materialwert liegt bei mindestens 600 000 Euro. Sein kultureller Wert ist unermesslich.