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Trier: Vier Jahre Haft für Zuhälter und Betrüger

Trier: Vier Jahre Haft für Zuhälter und Betrüger

(f.k.) Zu einer Haftstrafe von vier Jahren hat das Landgericht Trier heute einen 32-jährigen Mann aus Leipzig verurteilt. Der Angeklagte hatte im Jahre 1998 beim Umbau seiner Nachtbar „Pussicat“ in Röhl (Kreis Bitburg-Prüm) die beauftragten Handwerker um über 27 000 Mark betrogen.

Außerdem lockte der Mann mit Schein-Stellenvermittlungsanzeigen Arbeitslose auf eine teure 0190er-Service-Nummer kassierte sie so ohne jede Gegenleistung ab. Der Angeklagte legte ein volles Geständnis ab. Mit in das Strafmaß eingeflossen ist ein bereits 1999 vom Landgericht Trier verhängtes Urteil wegen Zuhälterei. Um den Umsatz in seinem „Pussicat“ zu steigern, hatte der Angeklagte eine Ungarin nach Deutschland gelockt. In Röhl kam die junge Frau dann als Animierdame und gegen hohen Getränkeaufpreis auch im Separee „zum Einsatz“. Ihren Pass hatte der Angeklagte „in Verwahrung“ genommen, damit sie nicht einfach wieder abreisen konnte. Wegen der Zuhälterei saß der Angeklagte bereits in Strafhaft, hatte aber gleichzeitig wegen der Betrugssachen den für ihn ungünstigen Status eines Untersuchungshäftlings. Durch das rechtskräftige Urteil von heute wurde er nun zum normalen Häftling und kann – wie er sich wünschte – in sein Heimatland Sachsen verlegt werden.