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Polizei
14-Jähriger löst Polizeieinsatz am Trierer Hauptbahnhof aus

Symbolfoto: Friedemann Vetter
Symbolfoto: Friedemann Vetter FOTO: Friedemann Vetter / TV
Trier . Ein Zeuge hat am Mittwochmorgen um 10.30 Uhr die Polizei verständigt und angegeben, dass auf dem Dach des Alleencenters in der Trierer Ostallee ein Mann mit einer Waffe stehe. Bereits kurze Zeit später nahmen die Beamten einen 14-Jährigen vorläufig fest. Verletzt wurde niemand.
Rebecca Schaal

Der Zeuge sah den jungen Mann auf dem Dach stehen und eine Waffe in der Hand halten. Er meldete seine Beobachtung umgehend der Polizei. Noch während der Unbeteiligte den eingesetzten Polizeibeamten vor Ort den Sachverhalt schilderte, lief ein Mensch an ihnen vorbei, der sofort flüchtete, als er die Polizisten erkannte.

Da die Personenbeschreibung des Täters auf den Flüchtigen zutraf, verfolgten die Beamten ihn. Mit vorgehaltener Dienstwaffe stellten die Polizisten den Tatverdächtigen schnell. Als sie ihn kontrollierten, fanden sie zwei Softair-Pistolen und ein langes Küchenmesser bei ihm. Es stellte sich heraus, dass der junge Mann erst 14 Jahre alt ist. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

Erst letzte Woche hatte die Polizei Trier die Öffentlichkeit über mögliche Gefahren und Konsequenzen aufgeklärt, die ein solcher Umgang mit Softair-Waffen oder Ähnlichem mit sich bringen können (der TV berichtete). Denn für Außenstehende ist oft nicht erkennbar, dass es sich nicht um echte Waffen handelt. Erst im Februar hatten ähnliche Fälle gleich drei Polizeieinsätze auslöste. Softair-Waffen unterliegen dem Waffengesetz. Das Führen solcher Softair-Waffen, die echten Schusswaffen sehr ähnlich sehen, außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks ist nach dem Waffengesetz grundsätzlich verboten.

Die Polizei muss Hinweise auf solche Vorfälle sehr ernst nehmen und laut eigener Aussage so handeln, als sei die Waffe echt, um mögliche Gefahren auszuschließen. Das kann von der Kontrolle mit gezogener Dienstwaffe bis hin zum Einsatz von Spezialeinheiten führen. Die Polizei warnt darum nochmals eindringlich vor dem leichtfertigen Umgang mit Waffen aller Art sowie mit Spielzeugwaffen, die mit scharfen Schusswaffen verwechselt werden können.