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16 Stimmen, 15 Auftritte, 14 Monate

Trier. 16 Sänger bereichern seit etwas mehr als einem Jahr die Trierer Chorszene: Mit dem Kammerchor Portavoci haben sie ihr Publikum in der Region bereits mehrere Male begeistert.

Trier. Seit gut einem Jahr ist die Trierer Chorszene um ein Mitglied reicher: Der Kammerchor Portavoci belebt das kulturelle Leben in der Region bisher mit 15 Auftritten. Mit dem Adventskonzert im Dezember 2012 in der Jesuitenkirche, dessen Erlös der Stiftung "Menschen in Not" sowie der Bischof-Stein-Stiftung im Bereich Jugendarbeit und der Bildung junger Mütter zugutekam, feierte Portavoci sein einjähriges Bestehen. "Wir danken unserem Publikum, es war ein tolles erstes Jahr", bilanzieren Sarah Rau und Johannes Gottwald, die nicht nur sängerisch in Alt und Bass bei Portavoci engagiert sind, sondern auch mit weiteren Sängern die Organisation erledigen. "Portavoci wurde im Herbst 2012 gegründet, um geistliche und weltliche Chormusik aus verschiedenen Jahrhunderten zu pflegen. Mit Marcus Adams konnten wir ein junges Talent für die musikalische Leitung gewinnen, das als Chorleiter und Organist in der Region schon bekannt ist", erklärt Rau.
Der Dirigent steht für den Qualitätsanspruch, den der Chor an sich selbst stellt: Er strebt einen ausgewogenen Chorklang aus jungen und reifen Frauen- und Männerstimmen im vier- und mehrstimmigen Bereich an. 2012 und 2013 war Portavoci jeweils im Advent zu hören, daneben 2013 mit einem Osterprogramm "Resurrexit", jeweils an mehreren Orten, davon zweimal im Saarland. "Ein Highlight im vergangenen Jahr war sicherlich unser Konzert mit weltlicher Literatur unter dem Titel ,schaurigschön & sagenhaft\' im Museum am Dom, weil es als Wandelkonzert in einem Museum ein nicht alltägliches Format hatte", betont Marcus Adams. Das Programm wurde auch in der Synagoge in Wittlich aufgeführt. Weitere Termine wie die Gestaltung der Christmette in St. Irminen, des Neujahrsempfangs der Vereinigten Hospitien oder der Nacht der Heiligen im Museum am Dom kamen hinzu. "Musikalisch war vielleicht die Aufführung des doppelchörigen Magnificat von Charles Villiers Stanford gemeinsam mit der Magnifikat-Vertonung von Arvo Pärt in Beurig, Trier und Hermeskeil der Höhepunkt 2013", sagt Adams weiter.
Auch 2014 soll wieder ein abwechslungsreiches Jahr für Portavoci werden. In Vorbereitung ist ein Passionskonzert, das an zwei Terminen vor Ostern zu hören sein wird, davon einmal in Trier.
Im Juli folgen neben einem Beitrag bei einem Serenadenkonzert zwei im Stile des anglikanischen Evensong gestaltete Vespern. Für September und Oktober ist ein weltliches Programm vorgesehen, das an zwei Terminen aufgeführt wird. Das Jahr endet mit dem Advents- und Weihnachtsprogramm. Dazwischen wird es weitere Projekte geben.
Der Kammerchor besteht aus 16 Sängern. "Bei acht- und mehrstimmigen Werken kann es bei krankheitsbedingten Ausfällen schon schwierig werden", sagt Adams. Deshalb sind neue Mitglieder, die schon etwas Vorerfahrung mitbringen, willkommen.
Adams: "Leider hat uns zum Ende des vergangenen Jahres wegen eines berufsbedingten Ortswechsels einer unserer Tenöre verlassen. Wir suchen daher aktuell besonders Tenöre." red
Mehr über den Kammerchor Portavoci gibt es im Internet unter www.portavoci.de oder per E-Mail an info@portavoci.de. Neben Tenören werden zurzeit auch vor allem Sopranistinnen gesucht.