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Freizeit
400 Tänzer finden ein neues Zuhause

Die bisherigen Tanzsportvereine TSC Schwarz-Silber Trier und TSC Treviris 1986 feiern ihre Verschmelzung. Ihren Ursprung hat sie in der Diskussion nach einem gemeinsamen Kurs.
Die bisherigen Tanzsportvereine TSC Schwarz-Silber Trier und TSC Treviris 1986 feiern ihre Verschmelzung. Ihren Ursprung hat sie in der Diskussion nach einem gemeinsamen Kurs.
Trier. Die beiden Trierer Tanzsportvereine sind frisch verschmolzen. Mit einer Gala am 13. Oktober in der Europahalle wollen sie die Fusion feiern. Der Kartenvorverkauf läuft. Von Noah Drautzburg

Seit mehr als 30 Jahren existierten in Trier zwei Tanzsportvereine. Aus der Tanzschule Haßdenteufel war der TSC Schwarz-Silber Trier entstanden, der TSC Treviris 1986 gründete sich aus der Tanzschule Schneider.

Durch diese Vergangenheit bildete sich ein gewisses Konkurrenzdenken, sagt Christian Klein, bisher Vorsitzender des TSC Treviris. Auch wenn das mittlerweile nicht mehr bestehe, so sei das Wort „Fusion“ für viele lange ein rotes Tuch gewesen. Und doch ist diese „Verschmelzung zweier Vereine durch Neugründung“, so die offizielle Formulierung, vor wenigen Tagen vollzogen worden. Der Auslöser dafür war kurios.

Schon seit Beginn des Jahres bilden die Vereine eine Trainingsgemeinschaft im Tunierbereich. So wollte man schlicht Geld sparen. Seitdem gab es regelmäßige Gespräche zwischen den beiden Sportwarten. Als dann jedoch die Aufteilung der Kosten zur Debatte stand und immer komplizierter wurde, war es Hannelore Maus, die Frau des Sportwarts des TSC Schwarz-Silber, die das sagte, was sich Klein nicht anzusprechen traute. „Warum macht ihr nicht einfach Nägel mit Köpfen?“ fragte sie.

Bei einer ersten Mitgliederversammlung stimmten beide Vereine einstimmig für die Aufnahme der Gespräche. Hans Czap, Vorsitzender des TSC Schwarz-Silber, habe in kürzester Zeit alles Rechtliche geregelt. Das Amtsgericht Wittlich hat die Fusion inzwischen offiziell bestätigt,  berichtet Christian Klein.

„Für mich war das schon seit 15 Jahren ein Wunsch“, sagt er. Dabei gehe es ihm vor allem um den Tanzsport an sich. Durch die Verschmelzung, so die Hoffnung, könnten Kräfte gebündelt und Posten, für die es bislang kein Personal gab, wieder besetzt werden. So könne man mehr Öffentlichkeitsarbeit leisten und die in die Jahre gekommenen Vereine verjüngen. Rund 400 Tänzer bekommen so  ein gemeinsames Zuhause.

Offiziell wird die Fusion am Samstag, 13. Oktober, um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) mit einer Gala in der Trierer Europahalle vollzogen, bei der zum ersten Mal das Logo des neuen Tanzsportclubs Trier präsentiert wird. Dazu werden Showacts verschiedener Stilrichtungen erwartet, allesamt mit Meistertiteln dekoriert.

Das Showorchester Kim & Kas sorgt für tanzbare Livemusik. Für Christian Klein macht das den Abend zu einer „Veranstaltung, die es in dieser Güte in Trier noch nie gab“. Rund 15 000 Euro lässt man sich diese kosten. Der Kartenvorverkauf läuft. Es empfiehlt sich, frühzeitig Tickets zu erwerben, denn die Plätze sind begeht.

Karten für die Tanzsportgala gibt es bei der TV-Ticket-Hotline 0651/7199-996, im TV-Service-Center Trier (Neustraße 91) und unter www.ticket.volksfreund.de