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Aktiv gegen Nazis

Engagiert sich gegen rechts: Nicole Rosendahl im Büro des Vereins „Für ein buntes Trier“. Im Hintergrund steht die Nazi-Scheuche für ihren nächsten Einsatz bereit.TV-Foto: Katja Bernardy
Engagiert sich gegen rechts: Nicole Rosendahl im Büro des Vereins „Für ein buntes Trier“. Im Hintergrund steht die Nazi-Scheuche für ihren nächsten Einsatz bereit.TV-Foto: Katja Bernardy
Trier. Sie setzen sich gegen Rechtsextremismus ein: bislang 15 Institutionen und 33 Privatpersonen. Der im vergangenen Jahr gegründete Verein "Für ein buntes Trier - gemeinsam gegen Rechts" benötigt Unterstützung. Für die Ausstattung des noch provisorischen Büros in der Palaststraße können TV-Leser spenden. Katja Bernardy

Montagmorgen im Büro des noch jungen Vereins "Für ein buntes Trier - gemeinsam gegen Rechts": Nicole Rosendahl (41) bereitet die Teilnahme am Weltbürgerfrühstück auf dem Kornmarkt nach. Zehn Stunden während der Woche arbeitet die Koordinatorin für "ein buntes Trier". Der im Sommer 2012 gegründete Verein ist Untermieter in den Räumen der Lokalen Agenda 21 in der Palaststraße. Auf ihrem privaten Laptop schreibt Rosendahl an diesem Morgen Briefe und Rechnungen. Das soll sich ändern.

Denn insgesamt soll die noch spärliche Einrichtung aufgepeppt und damit ein besseres Arbeiten ermöglicht werden. Büromaterialien wie Papier, Stifte, Ordner, ein Rechner, zwei Regale und ein Schrank werden benötigt. "Wir nehmen auch gerne Sachspenden entgegen", sagt Rosendahl. Ein Telefon mit Anrufbeantworter konnte schon dank "Meine-Hilfe-zählt"- Spendern angeschafft werden, ein notwendiger Drucker wurde schon mal vorfinanziert.

Was genau macht der Verein, dessen erster Vorsitzender Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen ist? "Wir wollen Gegenöffentlichkeit herstellen, wenn rechtsextreme Parteien und Organisationen ihre menschenverachtenden Ideologien verbreiten", sagt die Koordinatorin. Sieben Veranstaltungen rechtsextremer Gruppen habe es in diesem Jahr bereits in Trier gegeben. Rechtsextremismus werde oft als ein Problem des politischen Randes wahrgenommen, sagt Rosendahl, was Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung jedoch widerlegt hätten.

Auch diesem Trend wollen sich die Akteure entgegenstellen: Beispielsweise mit speziellem Informationsmaterial, der Vernetzung von Gruppen, die sich gegen rechts engagieren oder kreativen Protestformen. Die riesige, selbst gemachte Nazi-Scheuche etwa steht einsatzbereit für die nächste Aktion in der Ecke des Büros.
TV-Leser können unter der Projektnummer 12795 mithelfen, damit im Vereinsbüro noch effektiver gearbeitet werden kann. "Und jeder kann Mitglied werden und dadurch ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit setzen", sagt Nicole Rosendahl.
volksfreund.de/meinehilfeExtra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck bitte immer die vier- oder fünfstellige Projektnummer angeben, damit die Spende auch dem gewünschten Zweck zufließen kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu einer Summe von 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Ist eine separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende das Spendenziel erreicht, kommt der Betrag anderen "Meine-Hilfe-zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten. DiL