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Alles neu macht der Mai

Öde: Viel mehr als dieses Spielhäuschen hat die Kita „Im Schombert“ derzeit nicht zu bieten. TV-Foto: Ludwig Hoff
Öde: Viel mehr als dieses Spielhäuschen hat die Kita „Im Schombert“ derzeit nicht zu bieten. TV-Foto: Ludwig Hoff
Trier-Tarforst. In die Debatte um Spielgeräte für die Kindertagesstätte "Im Schombert" in Trier-Tarforst kommt nach einem Ortstermin Bewegung: Stadtteilchefin Anne Weines will das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung am Dienstag setzen.

Trier-Tarforst. Ein Sandkasten, ein paar lose Holzstücke, ein kleiner Plastiktisch und ein Mini-Häuschen aus Holz: Damit müssen die Kinder der alten Tarforster Kindertagesstätte "Im Schombert" vorlieb nehmen, seit auf ihrem Außengelände vor einem Jahr ein Klettergerüst mit Rutsche abgebaut wurde, weil es nicht mehr sicher war (der TV berichtete). Zum versprochenen Ersatz sei außer gut gemeinten Worten nichts zu hören, klagt Anja Wustrau, die Vorsitzende des Elternausschusses, seit Monaten. Schließlich wurde es ihr zu bunt, und sie wandte sich an den Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard. Damit, so ihre Interpretation, sei das Anliegen im Rathaus ins Rollen gekommen. Vor einigen Tagen jedenfalls habe es einen Erörterungstermin an dem städtischen Kindergarten gegeben, zu dem auch Bürgermeisterin Angelika Birk (Bündnis 90/Die Grünen) erschien. "Das war eine konstruktive Begegnung", sagt die Vorsitzende des Elternausschusses. "Wir sind zufrieden."
Anja Wustrau geht nach den Gesprächen davon aus, dass das neue Spielgerät spätestens Mitte Mai steht. Die Elternausschussvorsitzende hat bei dem Ortstermin einen "unbedingten Willen zu helfen" beim Ortsbeirat ausgemacht. Sie geht davon aus, dass dieser den Löwenanteil für neues Spielgerät aus seinem Etat finanziert.
Ortsteilchefin Anne Weines (SPD) war bei der Besichtigung vor Ort. In der Sitzung am Dienstag, 1. April (19 Uhr im Funktionsgebäude am Kunstrasenplatz) will die Ortsvorsteherin das Thema behandeln und über die Finanzierung diskutieren lassen, auch wenn das nicht explizit in der Tagesordnung aufgeführt ist. Der Ratsentscheidung greift Anne Weines nicht vor.
Die Ortsvorsteherin kann den Ärger der Eltern über die lange Wartezeit auf neue Geräte verstehen: "Die Stadtverwaltung hätte doch wenigstens einen Zwischenbescheid geben können."
Von der Stadt Trier war kurzfristig keine Stellungsnahme zu erhalten. LH