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Zurückgeblättert
Als der Liter Super umgerechnet 63 Cent kostete

     Die Automodelle sehen heute anders aus, die Preise sind nicht mehr in Franken. Doch beliebt sind die Tankstellen in Wasserbillig heutzutage so wie 1994.
Die Automodelle sehen heute anders aus, die Preise sind nicht mehr in Franken. Doch beliebt sind die Tankstellen in Wasserbillig heutzutage so wie 1994. FOTO: Medienhaus Trierischer Volksfreund / Friedemnn Vetter
Der Liter Super für 25,3 luxemburgische Franken. Das sind umgerechnet 63 Eurocent (1,23 D-Mark). Angesichts einer Steuererhöhung in Deutschland floriert Anfang 1994 der Tanktourismus in Richtung des Nachbarlandes.
Harald Jansen

Denn pro Liter ist der Sprit hierzulande 25 Cent teurer. Polizei und Zoll kontrollieren in einer Großaktion Autofahrer. Denn damals wie heute darf man nicht mit zu viel Benzin im Reservekanister über die Grenze fahren.
Beim Trierer Heuschreck beginnt in dieser Zeit die heiße Phase der Karnevalssession. Unter anderem treten Judith Williams und Carsten Emmerich, Helmut Haag und Rainer Lübeck auf. Und die Leiendecker Bloas singt schon damals „Es Foasenacht, de Meisja gen gebaack...“
Der damalige Trier-Saarburger Landrat und ART-Aufsichtsratsvorsitzende Richard Groß präsentiert die Müllbilanz und ist sicher, „die Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft geht Richtung Müllverbrennung.“ Bis 2005 soll so eine Anlage in Betrieb sein. 25 Jahre später gibt es sie allerdings nicht. Gleichwohl gibt es Überlegungen, Klärschlamm in Mertesdorf zu verbrennen.
Das Ende ist nah. Angesichts eines Defizits von umgerechnet rund 250 000 Euro im Haushalt für 1994 sind Vertreter der Ratsfraktion von CDU, SPD sowie der FWG Görgen und der FWG Braunshausen der Ansicht, dass „Freudenburg vor dem Ruin steht“. Im Doppelhaushalt 2018/19 ist im Ergebnishaushalt ein Minus in Höhe von 127 800 Euro ausgewiesen. (har)

 

In der Rubrik zurückgeblättert blickt die Lokalredaktion Trier auf Ereignisse zurück, die die Menschen in Trier und im Trierer Land bewegt haben.