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Als Trier in Schutt und Asche lag

Erschütternder Anblick: Trier bei Kriegsende am 7. Mai 1945.Foto: Luftbild-Datenbank Ingenieurbüro Dr. Carls, Estenfeld bei Würzburg
Erschütternder Anblick: Trier bei Kriegsende am 7. Mai 1945.Foto: Luftbild-Datenbank Ingenieurbüro Dr. Carls, Estenfeld bei Würzburg
TRIER. (rm.) Trier - ein gespenstisches Ruinenfeld: Am 7. Mai 1945 um 12 Uhr entstand diese Luftaufnahme eines US-Militärfotografen. Ein erschütterndes Dokument aus einer Zeit, die noch gar nicht so lange zurück liegt.Die verheerenden Zerstörungen, die Deutschlands älteste Stadt im Zweiten Weltkrieg erlitt, resultieren im wesentlichen aus drei britischen Bombenangriffen in den Vorweihnachtstagen 1944. Den letzten und schwersten ihrer Flächenangriffe flog die Royal Air Force am 23. Dezember 1944. 153 viermotorige Lancaster-Bomber warfen 700 Tonnen Bomben und Luftminen ab.Zur Erinnerung an die verheerenden Bombardements vor 60 Jahren, die mindestens 420 Menschenleben kosteten, legen Oberbürgermeister Helmut Schröer und Mitglieder des Ältestenrates heute um 11 Uhr auf dem Bombenopfer-Feld des Hauptfriedhofs einen Kranz nieder. Von 13 bis 13.05 Uhr läuten in der Innenstadt die Kirchenglocken. Um 18 Uhr findet in St. Gangolf (Hauptmarkt) ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt, zelebriert von Regionaldekan a.D. Josef Schönborn und Pfarrer Johannes Metzdorf-Schmithüsen.Der Trierische Volksfreund erinnert in seiner morgen erscheinenden Weihnachtsausgabe an die "Dezember-Angriffe". Außerdem startet die Serie mit Erinnerungen von Zeitzeugen an Weihnachten 1944. Von unserem Redakteur <br>ROLAND MORGEN