| 16:31 Uhr

Asbest: Schulsanierung in Trier wird teurer

Der Altbau des Auguste-Victoria-Gymnasiums ist derzeit mit Bauplanen verhüllt. Das Dachgeschoss wird für zusätzliche Klassenräume ausgebaut.
Der Altbau des Auguste-Victoria-Gymnasiums ist derzeit mit Bauplanen verhüllt. Das Dachgeschoss wird für zusätzliche Klassenräume ausgebaut. FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Der Altbau des Auguste-Viktoria-Gymnasiums (AVG) Trier ist mit Asbest belastet. Weil der Dachstuhl komplett erneuert werden muss, erhöhen sich die Sanierungskosten für das Gebäude um eine Million auf insgesamt 5,8 Millionen Euro.

Im ehemaligen Welschnonnen-Klostergebäude zwischen Flander- und Sichelstraße entstehen unter anderem neue Räume für den Hochbegabtenzweig des AVG Trier. Doch bei den Arbeiten fiel auf, dass Rohrisolierungen auf dem Dachboden Asbest enthalten und die Gipsummantelung beschädigt ist. Gelangen Asbestfasern beim Einatmen in die Lunge, können sie dort Krankheiten auslösen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, erhöht sich.
Der Stadtrat beschloss einstimmig bei Enthaltungen aus den Fraktionen FWG, FDP und Grünen, die Mehrkosten für die AVG-Sanierung zu finanzieren. Die 21 während der Bauphase ausgelagerten Klassen müssen bis zu acht Monate länger in Containern lernen als ursprünglich geplant. Nicht betroffen vom Asbestproblem ist das zweite AVG-Gebäude in der Dominikanerstraße.

21 Klassen des AVG werden während der Bauphase in Containern auf dem Parkplatz unterrichtet. Wegen der Asbestsanierung dauert diese Übergangslösung voraussichtlich acht Monate länger als geplant.
21 Klassen des AVG werden während der Bauphase in Containern auf dem Parkplatz unterrichtet. Wegen der Asbestsanierung dauert diese Übergangslösung voraussichtlich acht Monate länger als geplant. FOTO: Friedemann Vetter