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Auf schnellen Kufen über den Kornmarkt

Trier. Gerade erst eröffnet, und schon herrscht reges Treiben auf der Eisfläche, die bis zum 18. Februar 2018 geöffnet bleibt. Lisanne Dornoff

Trier Schon vor der offiziellen Eröffnung der Eis-Arena herrscht reges Treiben auf der Eisfläche. Viele Familien mit Kindern sind zu sehen, aber auch Jugendliche fühlen sich von der Eisfläche angezogen. Ein verkleideter Frosch verbirgt sich in der Menge, bleibt allerdings nicht unentdeckt. Ein kleines Mädchen hat ihn erspäht und läuft ihm begeistert hinterher. "Mach mal quak! Mach mal quak!", fordert es den Frosch auf.
Zur Eröffnung der Eisbahn, gibt's in den Holzhütten rundherum Glühwein, Kakao und Gebäck. Cartoonist Johannes Kolz, bekannt durch seine Mundart-Comics, hat extra eine Glühweintasse für Trier entworfen. Natürlich nicht auf Hochdeutsch. Die Hütten gehören zum Winterland, das die Eisbahn auf dem Kornmarkt flankiert.
Auf der Eisfläche selbst, in einer abgegrenzten Ecke, gibt die Steff-Becker-Band altbekannte Klassiker zum Besten. So kommt es, dass kleine Kinder auf wackeligen Schlittschuhen Mama und Papa hinterherflitzen, während im Hintergrund "Walking in Memphis" gespielt wird. Wobei Memphis im US-Bundesstaat Tennessee nicht unbedingt das ist, was man mit Schnee und Schlittschuhfahren verbindet. Doch das stört hier niemanden.
Auch einige Jugendliche flitzen über die Eisfläche. Darunter erprobte Eisläufer, die mit geschliffenen Kurven und Drehungen für Eindruck sorgen, genauso wie Anfänger, die sich spaßeshalber am Wintersport versuchen.
Dass die Eis-Arena eine Attraktion für die ganze Familie ist, beweist Christina Fiedlers aus Jünkerath. Sie ist mit der ganzen Verwandtschaft gekommen. Zwei Kinder, Schwiegereltern und Großeltern - alle sind mit dabei. "Ich bin das erste Mal hier. Erst einen Kaffee trinken, dann geht es aufs Eis", sagt Christina Fiedlers. Auch ihrem Sohn Diego gefällt's: "Die Musik ist gut."
Unter den Besuchern findet man allerdings auch Stammbesucher der Eis-Arena: "Wir sind alle schon öfter da gewesen", erzählen Lina, 12, und Lucy, 14, aus Hermeskeil. "Bisher hat es uns immer gut gefallen", fügt Mama Bianca, 47, hinzu.
Ganz besonders begeistert und hingerissen von der Eis-Arena ist Uli Morrissey aus Trier. Der 47-Jährige flitzt voller Elan mit seinen beiden Kindern Luc und Annelie über die Eisfläche. Wer dabei den meisten Spaß hat, lässt sich nicht so leicht ausmachen. Der Vater oder seine Kinder? Was dem Artisten die Ice-Arena bedeutet? Das ist die "schönste, größte Winterattraktion!", antwortet Morrissey prompt. "Was soll man sonst im Winter Schöneres machen?" Gut, dass die Eislaufbahn noch eine Weile auf dem Kornmarkt stehenbleibt. Bis zum 18. Februar nächsten Jahres ist sie geöffnet. Die meisten Besucher loben die Ice-Arena und das Winterland. Kritik gibt es nur an wenigen Stellen. "Mir ist das zu klein, sag ich ganz ehrlich", gesteht eine Mutter mit Kind. Ihren Namen möchte sie nicht nennen. "Generell sollte auf Eis eigentlich Helmpflicht sein. Gerade am Wochenende. Da ist es besonders eng", bemängelt sie. Dem stimmt ihre Tochter Charlotte, 11, ganz vehement zu: "Das ist so klein, dass man da gar nicht fahren kann."
Ob es im nächsten Jahr wieder eine Ice-Arena mit dazugehörigem Winterland geben wird? Da der Vertrag der Organisatoren mit der Stadt in diesem Jahr ausläuft, ist die Zukunft der Winterattraktion noch ungewiss.
Doch Veranstalter Eric Naunheim ist zuversichtlich: "Wir sind in sehr, sehr guten Gesprächen. Ich bin sehr optimistisch, dass es weitergeht im nächsten Jahr. Ich denke, bis Februar können wir Nägel mit Köpfen machen."
Eine Bilderstrecke von der Eröffnung der Ice-Arena gibt es im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/fotos" text="www.volksfreund.de/fotos" class="more"%> zu sehen.