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Aveler Bach: "Zurück zur Natur"

Besonders schön ist der Aveler Bach nicht anzuschau'n: Nicht nur eine Verbesserung bei der Optik verspricht sich die Stadt von einer Renaturierung des 4,1 Kilometer langen Bachlaufs. Auch Überschwemmungen sollen damit eingedämmt werden. TV-Foto: Ludwig Hoff
Besonders schön ist der Aveler Bach nicht anzuschau'n: Nicht nur eine Verbesserung bei der Optik verspricht sich die Stadt von einer Renaturierung des 4,1 Kilometer langen Bachlaufs. Auch Überschwemmungen sollen damit eingedämmt werden. TV-Foto: Ludwig Hoff
TRIER-TARFORST/KÜRENZ. (LH) Premiere: Erstmals in ihrer Geschichte trafen sich die Ortsbeiräte von Tarforst und Kürenz zu einer gemeinsamen Sitzung. Einziger Punkt der Tagesordnung war die Renaturierung des Aveler Bachs.

Besser hätte das Ergebnis der Abstimmung in der ersten gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte von Tarforst und Kürenz nicht ausfallen können: Einstimmig brachten die beiden fast vollständig versammelten Räte die "Renaturierung des Aveler Bachs" von der Quelle unterhalb Tarforst bis zum Grüneberg auf Kürenzer Gemarkung auf den Weg. Nun liegt es am Trierer Stadtrat, das 805 000 Euro teure Projekt abzusegnen. Unter'm Strich kommt es die Stadt so teuer nicht. "Im Rahmen der Aktion Blau fördert das Land Rheinland-Pfalz die Maßnahme mit 90 Prozent", erklärte Martin Bismor, Leiter des städtischen Tiefbauamtes, in der Ortsbeiratssitzung im Pfarrsaal des Pfarrzentrums St. Augustinus. Weil die Kürenzer Gastrecht genossen auf Tarforster Terrain, ließ Ortsvorsteher Marcellus Gehlen seinem Kürenzer Kollegen Karl Lübeck (beide UBM) den Vortritt bei der Leitung der harmonischen Sitzung. Das Projekt sei nur zu begrüßen, verlautete es aus den Reihen der Ratsmitglieder. Wie Bismor und Jens Gelderblom vom Ingenieurbüro Lamberty in Trier erläuterten, soll am Ende der Renaturierung ein gehobener, neuer Bachverlauf mit so genannten Niedrigwasserrinnen und Schotterbänken entstehen. Neben mehr Lebensqualität erhoffe man sich durch die "Maßnahme zurück zur Natur" Überschwemmungen einzudämmen, weil ein sturzbachartiger Ablauf verhindert werde. Auch rechnet die Stadt mit einer Kostenersparnis durch einen weniger großen Aufwand bei den Unterhaltungsarbeiten des Gewässers dritter Ordnung. Werner Gruner ersetzt Ratsmitglied Kann

Von dem insgesamt 4,1 Kilometer langen Bauchlauf lägen 1,1 Kilometer in Rohren. Laut Bismor sind von den Gesamtkosten von 805 000 Euro insgesamt 15 000 Euro für den Grunderwerb vorgesehen. Gleichwohl befinde sich ein Großteil der Fläche in öffentlichem Eigentum. In folgender Bewertung waren sich Verwaltung, Planer wie die politischen Mandatsträger einig: "Die Anlieger müssen mitspielen." Begonnen hatte die Sitzung mit einem speziellen Tarforster Teil: Heinz-Peter Kann (CDU) ist durch Wegzug aus dem Ortsbeirat ausgeschieden. An seine Stelle wurde nun Werner Gruner durch Ortsvorsteher Gehlen verpflichtet.