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Baubeschluss: Neue Sozialwohnungen in Mariahof und bei Filsch

Trier. Trotz der Proteste aus den betroffenen Stadtteilen hat der Stadtrat den Baubeschluss gefasst: In Mariahof und auf dem Neubaugebiet BU 14 auf der Tarforster Höhe werden Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge entstehen.

Trier. Vor allem Thomas Albrecht machte seinem Ärger bei der Ratssitzung am Donnerstagabend Luft: "Die persönlichen Attacken aus dem eigenen Stadtteil machen mich betroffen", sagte der Mariahofer CDU-Stadtrat, bevor er "ohne Wenn und Aber" die Zustimmung seiner Fraktion zum Bau von zwei umstrittenen Projekten signalisierte. Geplant sind nach aktuellem Stand 30 Wohnungen unterschiedlicher Größe, die in drei im Baukastenprinzip errichteten Gebäuden auf dem derzeitigen Parkplatz neben dem Hofgut Mariahof entstehen sollen. 3,74 Millionen Euro soll dieses Modellvorhaben des sozialen Wohnungsbaus kosten. Überwiegend anerkannte Flüchtlinge sollen dort einziehen. Die Förderung, mit der die Stadt rechnet, ist deshalb hoch: 2,79 Millionen Euro. 42 zwischen 57 und 84 Quadratmeter große Wohnungen für dieselbe Nutzung sind im Baugebiet BU 14 "Ober der Herrenwiese" auf der Tarforster Höhe in der Gemarkung von Filsch geplant. Das Kostenvolumen dafür gibt die Stadtverwaltung mit 6,35 Millionen Euro an, von denen fast vier Millionen durch Fördermittel gedeckt sind.Verbale Zustimmung für den Baubeschluss gab es auch von der SPD (Monika Berger) und den Grünen. Deren Sprecher Thorsten Kretzer betonte mit Blick auf die erbitterten Gegner des Projekts in Mariahof, dass dort auch mit den neuen Gebäuden der Anteil von Sozialwohnungen am Gesamtbestand bei lediglich zwei Prozent liege. "Das ist weniger als in vielen anderen Stadtteilen."Gegen den Baubeschluss stimmten die zwei Mitglieder der AfD-Fraktion. Die Stadtverwaltung sucht nun Firmen für den schlüsselfertigen Bau der Modulhäuser. r.n.volksfreund.de/trier