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| 20:34 Uhr

Bauplatz gefunden, Mitstreiter gesucht

Ingrid Erdmann (links) zeigt auf dem Plan, wo im BU 13 das erste Wohnprojekt des Vereins Zak entstehen soll. Zudem auf dem Foto: Schriftführerin Andrea Riesbeck, stellvertretende Vorsitzende Helga Büdenbender, Brigitte und Jürgen Beling (erster Vorsitzender, von links). TV-Foto: Mechthild Schneiders
Ingrid Erdmann (links) zeigt auf dem Plan, wo im BU 13 das erste Wohnprojekt des Vereins Zak entstehen soll. Zudem auf dem Foto: Schriftführerin Andrea Riesbeck, stellvertretende Vorsitzende Helga Büdenbender, Brigitte und Jürgen Beling (erster Vorsitzender, von links). TV-Foto: Mechthild Schneiders
Trier. Im Baugebiet BU 13 auf der Tarforster Höhe strebt der neu gegründete Verein Zak an, einen Wohnkomplex mit 20 Einheiten zu errichten. Die Mitglieder wollen dort ihren Traum vom generationenübergreifenden Wohnen verwirklichen: gemeinschaftlich und gleichzeitig individuell, ökologisch und barrierefrei. Mechthild Schneiders

Trier. Kinder, Eltern und Senioren unter einem Dach, individuell in abgeschlossenen Wohnungen, aber in einer starken Gemeinschaft. So wollen die Mitglieder des neu gegründeten Vereins "Zak - zusammen aktiv kreativ" künftig leben. Und ihren Lieblingsplatz haben sie auch gefunden. "Für uns hat es zwei Alternativen gegeben", berichtet Helga Büdenbender: Castelnau in Feyen oder eine Fläche im südlichen Teil des Baugebiets BU 13 auf der Tarforster Höhe, die die Stadt für diese Nutzung ausgewiesen hat. Beide Gelände haben jedoch ein großes Gefälle, sagt die 60-Jährige.
Inzwischen hat sich Zak trotzdem entschieden: für BU 13. "Die Stadt ist uns entgegengekommen, als wir bei der Bürgerbeteiligung sagten, dass die Fläche für uns zu steil ist", sagt der erste Vorsitzende Jürgen Beling. Die Verwaltung wies daraufhin eine 2800 Quadratmeter große Fläche im Kreuzungsbereich Augustinus-/Carl-Carstens-Straße im Norden des Baugebiets aus. Von dort aus sei die gesamte Infrastruktur wie Einkaufszentrum, Bushaltestelle, Ärzte, Grundschule und der geplante Kindergarten zu Fuß gut erreichbar, so Büdenbender. Die Gruppe habe sich das Gelände angesehen. "Es hat uns allen gut gefallen", meint Andrea Riesbeck (48).
Der Verein will einen Komplex mit 20 Wohneinheiten in "kommunikationsfördernder Architektur" und in zwei Bauabschnitten errichten. "Das ist für uns überschaubar und finanziell vertretbar", sagt Beling. Als Rechtsform präferiere die Projektgruppe ein Genossenschaftsmodell. Sie haben zwar bereits versucht, sich an bestehende Wohngenossenschaften anzuschießen. Aber: "Das war bislang nicht erfolgreich", sagt Riesbeck.
Nun haben die Initiatoren erstmal einen Verein gegründet, der die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens in die Öffentlichkeit tragen soll und, um weitere Interessierte zu finden. Diese können sich, müssen sich aber nicht dem geplanten Bau anschließen. "Wir können uns vorstellen, dass sich aus dem Verein weitere Projekte entwickeln, die andere Standorte bevorzugen", sagt Riesbeck. Das habe es bereits zu Beginn der Initiative gegeben. "Wir waren anfangs zwei Gruppen", erinnert sich Brigitte Beling, "die einen wollten in die Stadt, die anderen an die frische Luft auf der Höhe."
Dort soll nun ihr neues Heim mit Gemeinschaftsraum, Laubengang und gemeinsamem Garten entstehen. Davon sollen alle im Haus und in der Nachbarschaft profitieren. Der Verein suche zurzeit vor allem junge Menschen, sagt Beling. "Es wäre schön, wenn wir aufgrund der Nähe zur Uni Studenten dazubekämen, gerne auch Alleinerziehende." Der Vorteil: Es gibt Mitbewohner, die sie bei der Betreuung der Kinder unterstützen. "Wir sind Vorkämpfer, schaufeln den Weg frei", meint Riesbeck und ist sich sicher: "Da werden andere nachziehen."
Infotreffen sind am Dienstag, 31. Juli, Donnerstag, 2. August, und Dienstag, 21. August, jeweils um 18 Uhr im Café in der Steipe am Hauptmarkt, Treffpunkt Kuchentheke. Anmeldung bei Jürgen Beling, Telefon 06585/829, oder per E-Mail an: ar640528@t-online.de

Extra

Der Verein Zak- zusammen aktiv kreativ basiert auf der gleichnamigen Initiative, die seit fünf Jahren besteht. 18 Interessenten waren bei der Gründungsveranstaltung. Gewählt haben sie in den Vorstand: Jürgen Beling, erster Vorsitzender, Helga Büdenbender, zweite Vorsitzende, Ingrid Erdmann, Schatzmeisterin, Andrea Riesbeck, Schriftführerin; Beisitzer ist Peter Kappenstein. Ziel ist es, selbstbestimmtes generationenübergreifendes gemeinschaftliches Wohnen ganz allgemein zu fördern sowie Wohnprojekte zu initiieren und zu unterstützen. mehi