| 20:22 Uhr

Beben im Kellergewölbe

Rockten für einen guten Zweck: Zugunsten schwerkranker Kinder in der Villa Kunterbunt spielten im Trierer Ex-Haus unter anderem die Bands "Nitro Junkies" und "Kirk".Foto: Jutta Edinger
Rockten für einen guten Zweck: Zugunsten schwerkranker Kinder in der Villa Kunterbunt spielten im Trierer Ex-Haus unter anderem die Bands "Nitro Junkies" und "Kirk".Foto: Jutta Edinger
TRIER. Im Ex-Haus ließen vier Bands zugunsten der Villa Kunterbunt das Kellergewölbe beben. Veranstaltet wurde das Benefizkonzert von einem Waldorfschüler, der mit diesem Projekt seine Jahresarbeit in der zwölften Klasse vorlegt. Von unserer Mitarbeiterin <br>JUTTA EDINGER

"Fahrgeld und einen Kasten Bier, mehr bekommen die Musiker heute nicht", erklärt Felix Kronewirth. Er sitzt hinter der Kasse im Ex-Haus und freut sich über jeden, dem er für fünf Euro Eintritt zum kleinen Konzert-Keller ermöglichen kann. "Der Erlös geht komplett an die Villa Kinterbunt", betont er. Um das Zentrum für schwerkranke Kinder und deren Familien im Mutterhaus zu unterstützen, hatten fünf Bands ihr Kommen angesagt. "Auftreten werden aber nur vier, denn leider musste die Band 'Commando' absagen", bedauert Felix Kronewirth.Der Jugendliche ist nicht nur zum Vergnügen im Ex-Haus, sondern tut was für die Schule. Er geht in die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Trier und liefert mit dem in Eigenregie organisierten und veranstalteten Konzert seine Jahresarbeit ab. Damit das Konzert nicht nur Schall und Rauch ist, wird der Abend dokumentiert: "Das ganze Konzert wird vom Offenen Kanal gefilmt." Zwei stehende Kameras und eine Handkamera verfolgten daher im "Subway" des Ex-Hauses, wie zunächst die Band "Nitro Junkies" eine Stunde lang den rund 40 jungen Leuten mit eingängigem Punk Rock einheizte. "Melodic Skate-Punk" nennen die Kölner selbst ihr tanzbares Musikgut. Nach einer kurzen Verschnaufpause füllte sich der Keller wieder, als "Kirk" mit deutschsprachigem Rock loslegten. "Kirk" kommen, wie die anschließend abrockenden Bands "Soul Sellers" und "Cardboard Robots", aus Trier und Umgebung.