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Hochschule
Triers kreative Köpfe präsentieren ihre Werke

Thomas Schmitt, Matthias Sieveke, Norbert und Karsten Bujara (von links) präsentieren das Programm der Design- und Kulturtage.
Thomas Schmitt, Matthias Sieveke, Norbert und Karsten Bujara (von links) präsentieren das Programm der Design- und Kulturtage. FOTO: Elisabeth Jäckel
Trier. Bei den Design- und Kulturtagen zeigen Kunststudenten der ganzen Stadt ihre Arbeiten. Auch die Karl-Marx-Statue wird kreativ umgestaltet. Von Elisabeth Jäckel

Möbel, Gemälde, Kleider, Apps oder Schmuck: Das ganze Jahr über realisieren 1 000 Studierende am Campus Gestaltung ihre Projekte. Die meisten davon bleiben jedoch für die Öffentlichkeit unsichtbar hinter den Türen der Hochschule. Die Design- und Kulturtage sollen das ändern. Von Freitag, 12. Oktober, bis Sonntag, 14. Oktober, finden sich nicht nur am Campus, sondern in der ganzen Stadt mehrere dieser Aktionen und Projekte.

Studenten der Fachrichtungen Architektur, Edelstein und Schmuck, Innenarchitektur, Intermedia Design, Kommunikationsdesign und Modedesign werden jeweils Arbeiten aus ihrem Studium vorstellen. Als Höhepunkt betrachtet Matthias Sieveke, Dekan des Fachbereichs Gestaltung, die Modenschau, die samstags in der Arena stattfindet. Unter dem Motto „Crovement“ (eine Komposition aus den Wörtern Charakter und Movement/Bewegung) zeigen Modedesign-Studenten ihre Abschlussarbeiten und Semesterprojekte. Im Anschluss kürt eine internationale Jury die besten Arbeiten, die mit dem Modepreis der Stadt Trier ausgezeichnet werden.

Premiere feierten die Design- und Kulturtage 2015, damals besuchten mehr als 10 000 Besucher die Ausstellungen. Nun geht die Veranstaltung in die zweite Runde, der Schwerpunkt liegt – wie sollte es anders sein – auf Karl Marx. Mehrere Studenten haben sich mit dem Trierer auseinander gesetzt.

Auf dem Irminenfreihof werden Säulen mit Zitaten von Karl Marx ausgestellt. Auch die Marx-Statue wird Teil der Design- und Kulturtage. Mit Hilfe einer App können Besucher eine eigene Marx-Statue kreieren und Marx beim Gassi-gehen, als meditierenden Yogi oder als Meerjungfrau darstellen. Die Figuren werden dreidimensional gescannt und auf den Sockel gesetzt. Außerdem beschäftigen sich Ausstellungen, interaktive Stadtführungen und Modeschauen mit Marx. „Die Projekte bilden einen besonderen Glanzpunkt zum Abschluss des Karl-Marx-Jahres“, sagt Thomas Schmitt, Kulturdezernent der Stadt Trier.

Er sieht die Design- und Kulturtage als Leuchtturmprojekt, bei dem sich viele verschiedene Akteure untereinander vernetzen und bereichern. „Sie zeigen das breite Spektrum der Kreativen in Trier“, sagt Schmitt. Das sieht man daran, dass viele der Aktionen abseits des Campus, in der Innenstadt zu finden sind. In der Trier-Galerie können Besucher ein Computerspiel testen und mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen in die Welt des Kunstprojektes Fraktae eintauchen. Die Porta Nigra wird ebenfalls in das Programm eingebunden: Am Freitag, 12. Oktober, wird sie ab 22 Uhr von einem Künstlerkollektiv aus Opole (Polen) angestrahlt. Moderne visuelle Projektionen sollen das antike Weltkulturerbe in einem neuen Licht zeigen.

Organisiert werden die Design- und Kulturtage von der Hochschule und der Stadt Trier. Außerdem beteiligen sich 13 Kooperationspartner an dem Projekt (Universitäten aus Trier, Luxemburg, Opole, Hamburg und London, das Karl-Marx-Haus, Dialog im Dunkeln, Kunstverein Junge Kunst Trier, die Trier-Galerie, Lebenswert Arbeit, Werkforum Trier, Museum am Dom, KM9 Trier). „Hier ziehen wir alle an einem Strang“, sagt Norbert Kuhn, Präsident der Hochschule Trier.

Die offizielle Eröffnung der Design- und Kulturtage findet statt am Freitag, 12. Oktober, 19 Uhr auf dem Paulusplatz. In den Gebäuden des Paulusplatz, Irminenfreihof und Gebäude R der Hochschule sind die Ausstellungen samstags von 11 Uhr bis 21 Uhr sowie sonntags 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Die Programmpunkte in der Innenstadt richten sich nach den jeweiligen Öffnungszeiten der Veranstaltungsorte. Der Eintritt (außer der Modenschau) ist frei.

Weitere Informationen und das ganze Programm gibt es unter www.designundkultur-trier.de