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Bewährte Zusammensetzung in Ruwer

In bewährter Zusammensetzung kann sich der Ortsbeirat Ruwer nun künftigen Herausforderungen widmen. TV-Foto: Jasmin Wagner
In bewährter Zusammensetzung kann sich der Ortsbeirat Ruwer nun künftigen Herausforderungen widmen. TV-Foto: Jasmin Wagner
Trier-Ruwer. Monika Thenot (CDU) bleibt Ortsvorsteherin in Ruwer. Von Thomas Egger hat sie bei der konstituierenden Sitzung ihre Ernennungsurkunde erhalten. Zu ihrem Stellvertreter wurde abermals Harald Thein-Regelin (FWG) gewählt. Außerdem wurde über die Straßenprostitution angeregt diskutiert.

Trier-Ruwer. Mit viel Applaus wurden die drei neuen Ortsbeiratsmitglieder in Ruwer begrüßt: Nils Winkler (CDU), Stefan Kiefer (SPD) und Barbara Leckel-Wengler (SPD) werden in der künftigen Legislaturperiode die Geschicke im Stadtteil mitlenken.
Unter den Neuzugängen findet sich zugleich das jüngste Mitglied. Nils Winkler ist 21 Jahre alt und studiert BWL in Trier. Von seinem Vater Wilhelm Winkler, der bereits seit zehn Jahren im Ortsbeirat vertreten ist, hat er viel über die Arbeit in dem Gremium erfahren. "Auf diese Weise habe ich mich schon immer für Politik interessiert. Ich freue mich, dass ich mich nun selbst für meinen Ortsteil einsetzen und auch die Sichtweise der Jugend miteinbringen kann", erklärt Nils Winkler.
Ebenfalls mit Applaus und Dankesworten der Ortsvorsteherin wurden Joachim Müller (CDU), Ulrike Etringer (CDU) nach fünfjähriger Dienstzeit sowie Andrea Lenz (SPD) nach zehn Jahren im Ortsbeirat verabschiedet.
Für die weiteren Tagesordnungspunkte übergab Monika Thenot die Sitzungsleitung an den Beigeordneten Thomas Egger. Er ernannte Monika Thenot als Ortsvorsteherin und erinnerte sie lediglich an ihren bereits geschworenen Amtseid. Für die Wahl des stellvertretenden Ortsvorstehers wurde von der CDU Harald Thein-Regelin vorgeschlagen, der auch einstimmig gewählt wurde. Auch ihm überreichte Egger die Ernennungsurkunde. Außerdem wies der Beigeordnete auf die Bedeutung des Ortsbeirats hin: "Sie sind als Mitglied des Ortsbeirats das Bindeglied zwischen den Einwohnern von Ruwer und der Verwaltung sowie dem Stadtrat. Die Meinung der Ortsbeiräte ist wichtig für die Meinungsbildung im Stadtrat."
Als erste Amtshandlung händigte Monika Thenot allen Ortsbeiratsmitgliedern einen Ausdruck des Ortsteilbudgets aus, damit für die nächste Sitzung eine Diskussionsgrundlage bestehe.
Problem Straßenprostitution


Die Anwesenheit von Thomas Egger nutze sie, um das Problem der Straßenprostitution anzusprechen. Egger informierte den Ortsbeirat darüber, dass es Überlegungen gäbe, das gesamte Stadtgebiet zum Sperrgebiet zu erklären.
Derzeit prüfe die Stadt die rechtliche Lage. Die Stadt Dortmund ist mit einer solchen Satzung vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Eine Prostituierte klagte erfolgreich dagegen, da sie in ihrer freien Berufsausübung beschränkt werde. In diesem Urteil wurden allerdings genaue Voraussetzungen festgelegt, unter welchen eine Gesamtsperrung möglich ist. Allerdings habe man große Zweifel, ob sich das in Trier realisieren lasse. "Ich kann nichts versprechen. Eine Klage wollen wir nicht riskieren. Auf jeden Fall wird es eine Änderung des Sperrgebiets geben. In Ruwer soll dann die Straßenprostitution nicht mehr erlaubt sein", so Egger. Wie genau diese Änderung des Sperrgebiets aussehen soll, ist noch offen, da sich die Stadt und die Ortsteile noch nicht über Ausweichmöglichkeiten für die Prostituierten einigen konnten. jwa
Extra

Die Anzahl der Ortsbeiratsmitglieder in Ruwer ist mit 13 gleich geblieben. Am stärksten ist die CDU mit sieben Sitzen vertreten. Die SPD konnte einen Sitz hinzugewinnen und kommt nun auf vier Vertreter. Die FWG hingegen verlor einen Sitz und ist nun mit zwei Mitgliedern vertreten. jwa