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Bienen gegen Stress

Arno Steitz fühlt sich als Imker bestätigt. Seine Honigproben wurden in diesem Jahr mit Gold und Silber prämiert. TV-Foto: Marie Gräff
Arno Steitz fühlt sich als Imker bestätigt. Seine Honigproben wurden in diesem Jahr mit Gold und Silber prämiert. TV-Foto: Marie Gräff
Arno Steitz aus Trier ist seit 2009 Mitglied des Konzer Bienenzuchtvereins. Er erzählt davon, warum ihm der Verein bei der Entscheidung geholfen hat, selbst Imker zu werden und wieso seine Bienen gut gegen Stress sind. Aufgezeichnet Marie Gräff

Wir hatten in unserer Familie immer Bienen. Als das irgendwann nicht mehr der Fall war, habe ich den eigenen Honig sehr vermisst. So kam ich auf die Idee, selbst Imker zu werden.
Ich wollte die Entscheidung, Bienen zu halten, aber gründlich überdenken, und so trat ich 2009 dem Bienenzuchtverein Konz bei. Dort bekam ich einen Bienenpaten an die Seite, den ich ein Jahr lang bei allen die Bienen betreffenden Tätigkeiten begleiten konnte. Von ihm habe ich dann schließlich auch meinen ersten Ableger bekommen, sodass ich von 2010 an eigene Bienen besaß.
Warum ich Bienen habe, hat mehrere Gründe. Es fesselt einen schon, wenn man beobachten kann, wie so ein Bienenvolk organisiert ist. Außerdem wirkt die Arbeit an den Bienen auf mich sehr beruhigend. Sie ist ein seelischer Ausgleich zum stressigen Alltag. Und man tut auch etwas für die Umwelt. Interessant ist natürlich auch die Honigproduktion. Es ist reizvoll, ein so hochwertiges Produkt herzustellen.
Ich habe 2014 bei der Honigprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mitgemacht. Hierbei wird die Naturbelassenheit und die schonende Behandlung des Honigs untersucht. Meine Proben wurden mit Gold und Silber prämiert. Das ist eine schöne Bestätigung. Sie gibt einem auch die Sicherheit, dass der eigene Honig die Qualität hat, die man sich wünscht.
Wenn man Imker werden möchte, sollte man erst einmal herausfinden, ob das Hobby einem wirklich liegt. Dabei gibt es einige Grundvoraussetzungen: Man sollte keine Allergie gegen Insektenstiche haben und natürlich auch keine Scheu vor krabbelnden Tieren. Außerdem sollte man etwas Platz und genügend Zeit mitbringen.
Aufgrund des neu errichteten Lehrbienenstandes auf dem Roscheider Hof kann der Imkerverein Konz Lehrgänge anbieten, die einen Einblick in die Arbeit als Imker geben. Dabei wird der Jungimker ein Jahr lang von erfahrenen Imkern begleitet und kann so herausfinden, ob das Imkern etwas für ihn ist. Wenn er sich die Bienenhaltung als Hobby vorstellen kann, bekommt er nach Ablauf des Jahres einen eigenen Ableger zur Verfügung gestellt. Gut ist auch, dass man nicht gleich das gesamte Zubehör kaufen muss, sondern einiges auch vom Verein leihen kann.
Aufgezeichnet von Marie GräffExtra

Der Bienenzuchtverein Konz wurde 1907 gegründet und hat derzeit rund 30 aktive Mitglieder, die sich einmal im Monat an wechselnden Orten treffen. Daneben veranstaltet der Verein regelmäßig Lehrgänge. Seit diesem Jahr unterhält er einen eigenen Lehrbienenstand auf dem Roscheider Hof, der als Plattform für Veranstaltungen dient. Weitere Informationen gibt es bei Ansprechpartner Albert Walter unter Telefon 06501/12389 und im Internet <%LINK auto="true" href="http://www.imker-konz.de" class="more" text="www.imker-konz.de"%>. Dort werden auch die Termine der Treffen und der Schulungen bekanntgegeben. grf