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Bürgerentscheid Blaue Lagune Trier: TV-Forum zur Tankstelle Ostallee

Die Tankstelle in der Trierer Ostallee, auch "Blaue Lagune" genannt.
Die Tankstelle in der Trierer Ostallee, auch "Blaue Lagune" genannt. FOTO: Archiv
Trier. Vor Triers erstem Bürgerentscheid wird am 4. Dezember über Pro und Kontra einer Vertragsverlängerung diskutiert. Mitveranstalter ist der Verein Baukultur. Marcus Hormes

Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt Trier kommt es zu einem Bürgerentscheid. Rund 86 000 Bürger sind dazu aufgerufen, per Briefabstimmung oder Urnengang am Sonntag, 10. Dezember, für oder gegen eine Verlängerung des Pachtvertrags mit der Aral-Tankstelle auf dem städtischen Grundstück in der Ostallee zu votieren.
Im Vorfeld veranstaltet der Trierische Volksfreund in Zusammenarbeit mit dem Verein Baukultur Trier ein öffentliches Diskussionsforum am Montag, 4. Dezember, um 20 Uhr im kleinen Saal der Tufa Trier. Dabei kommen die Argumente für und wider eine erneute Pachtverlängerung zur Sprache.

Auf dem Podium diskutieren: Andreas Ludwig, Baudezernent der Stadt Trier; Markus Römer, Initiator des Bürgerbegehrens zum Erhalt der Tankstelle; Lothar Schmitz, Betreiber der Aral-Tankstelle; Matthias Sieveke, Professor für Konstruktion und Gebäudetechnologie an der Hochschule Trier und Mitglied des Vereins Baukultur Trier.
Hans-Jürgen Stein, Architekt aus Kasel und Vorsitzender des Vereins Baukultur Trier, begrüßt die Teilnehmer. Die Moderation übernimmt TV-Chefreporter Rainer Neubert.

Zur Einführung in die Thematik gibt es zu Beginn zwei Kurzvorträge. Dr. Matthias Schmitt ist bei der Industrie- und Handelskammer Trier Geschäftsführer des Bereichs Standortpolitik und Unternehmensförderung. Er wird einige Aspekte aus wirtschaftlicher Sicht beleuchten. Christoph Heckel, Landschaftsarchitekt aus Trier, skizziert das "Potenzial des Alleenrings".

Das Forum in der Tufa ist für alle Interessierten offen. Auch das Publikum wird über Fragerunden in die Diskussion einbezogen.
Eine Bürgerinitiative hat im Sommer mehr als 4200 gültige Unterschriften für den Erhalt der Tankstelle gesammelt. Daraufhin musste sich der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen, lehnte eine Pachtverlängerung aber ab. Deshalb haben nun die Bürger das letzte Wort. Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist für die Stadt bindend, falls die dabei erzielte Mehrheit mindestens 15 Prozent aller Abstimmungsberechtigten umfasst.