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Dankeschön für das Leben

"Menschen in Not" erfährt weitere Unterstützung: Magdalena Theobald aus Alsweiler hat eine eigene Stiftung als Teil der Caritas-Stiftung im Bistum Trier gegründet. Das Bild zeigt sie mit Sohn Eugen (Zweiter von rechts), Winfried Görgen (rechts) und Prälat Franz Josef Gebert.Foto: Miguel Castro.
"Menschen in Not" erfährt weitere Unterstützung: Magdalena Theobald aus Alsweiler hat eine eigene Stiftung als Teil der Caritas-Stiftung im Bistum Trier gegründet. Das Bild zeigt sie mit Sohn Eugen (Zweiter von rechts), Winfried Görgen (rechts) und Prälat Franz Josef Gebert.Foto: Miguel Castro.
TRIER. Die Stiftung "Menschen in Not" der Caritas im Bistum Trier vermeldet zehn Monate nach ihrer Gründung ein kontinuierliches Wachstum ihrer Einlagen vermelden. Ein Caritas-Mitglied unterstützt das Anliegen der Hilfsorganisation nun mit einer eigenen Unterstiftung. ARRAY(0x114c4da0)

Für Magdalena Theobald ist die Unterstützung von Bedürftigen wichtig: "Es gibt Menschen, die in einfachsten Behausungen wohnen. Es gibt Hartz-IV-Empfänger. Ich kenne Leute, die jetzt noch weniger haben als vorher." Das Mitglied des Diözesanverbands der Caritas im Trierer Bistum ist im Verbandsausschuss für Armut aktiv. Helfen ist für die bescheiden wirkende Dame eine Selbstverständlichkeit."Man muss die Augen offen halten"

Nun hat die 62-jährige Saarländerin unter dem Dach der Caritas-Stiftung "Menschen in Not" eine mit ihrem Namen und dem Titelzusatz "für Menschen in Armut" bedachte Stiftung gegründet. "Ich bin dankbar", ist ihre Begründung. Ein Dankeschön für das Überleben nach einem schlimmen Unfall. Der in die Stiftung eingebrachte Geldbetrag reiche aber nicht. "Man muss die Augen für Zeichen von Armut offen halten." Sie helfe tatkräftig dort mit, wo es nötig sei und bringe auch Kleidung und Essen zu den Bedürftigen. "Natürlich ist Armut in Deutschland nicht vergleichbar zur Situation etwa in Rumänien", erklärte Prälat Franz Josef Gebert, aber es liege eine "verschämte" oder versteckte Armut vor. Stolz und eine gewisse Behördenscheu seien der Grund, nicht um Hilfe zu bitten, sagte Stiftungsgeschäftsführer Winfried Görgen. Mit den Zinserträgen der Einlagen dieser und der drei bereits existierender Unterstiftungen hilft "Menschen in Not" aber nicht nur im Bistumsbereich. Schon jetzt wird ein Kinderheim in Rumänien auf langfristiger Basis mitfinanziert. Andere Stiftungen haben die Aufgabe, Bedürftige in Afrika zu unterstützen. Seit Gründung der Stiftung durch den Caritas-Verband und das Bistum Trier habe man vorwiegend durch Spenden eine Million Euro an Grundkapital zusammengetragen, sagte Görgen.