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Das „Trevereh“ hat offenbar keine Lust mehr auf das Stadtleben

Ist das das “Trevereh„? Ein TV-Leser hat das Tier unterhalb des Hotels Petrisberg fotografiert.
Ist das das “Trevereh„? Ein TV-Leser hat das Tier unterhalb des Hotels Petrisberg fotografiert. FOTO: Heinz Valerius
Trier. Das Reh, das kurz vor Ostern in Trier mehrere Tage lang für Aufsehen sorgte, ist offenbar glücklich wieder dem Stadtleben entkommen. TV-Leser vermuten derweil, sie hätten das Tier vor die Kameralinse bekommen. Michael Schmitz

Dreimal wurde es in der Innenstadt gesichtet: Ein Reh hatte sich vor Ostern offenbar mitten in Trier verlaufen und es sich dort für einige Tage gemütlich gemacht. Das Tier war bei der Polizei am 16. April aktenkundig geworden, weil es an der Ecke Weberbach/Südallee einen Unfall mit Blechschaden verursacht hatte. Die Polizei warnte daraufhin die Autofahrer vor dem Reh - das mitten in der Trierer City ja kein alltäglicher Anblick ist. Auch am 15. April und am Gründonnerstag, 17. April, wurde die Polizei über Sichtungen des Tiers an der Südallee informiert. Polizeistreifen konnten das Tier allerdings in beiden Fällen nicht mehr entdecken - und hätten vermutlich auch wenig unternehmen können. Seitdem ist das Tier nicht mehr bei der Polizei gemeldet worden, wie Polizeisprecher Karl-Peter Jochem gestern auf TV-Anfrage sagte. Offenbar hat es also ohne weitere Blechschäden den Weg aus der Stadt wieder glücklich herausgefunden.

TV-Leser Heinz Valerius hat der Redaktion derweil ein Bild geschickt, das möglicherweise das von TV-Lesern "Trevereh" getaufte Tier zeigt. Zwei Tage vor der ersten Sichtung in der Stadt habe er das Tier am späten Sonntagnachmittag bei einem Spaziergang mit seiner Frau über den Petrisberg gesehen. Das Reh sei abwärts unterwegs gewesen auf einer abschüssigen Wiese unterhalb des Hotels Petrisberg auf Höhe des serpentinenartigen Waldwegs Richtung Agritiusstraße. Valerius drückte auf den Auslöser der Kamera, weil selbst an dieser Stelle ein Reh ein ungewohnter Anblick für ihn und seine Frau war. "Wir gehen seit Jahren nahezu jeden Sonntag diesen Weg und haben noch nie ein Reh dort gesehen", schreibt Valerius.