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Der große Befreiungsschlag

Der Trierer Steuerungsausschuss wird sich heute in nicht öffentlicher Sitzung erneut mit der Zukunft der Wohnungsgenossenschaft "Am Beutelweg" (Wogebe) beschäftigen. Das allseits gelobte Musterprojekt leidet unter ständigen Finanzierungssorgen. Von unserem Redakteur Dieter Lintz

Noch ist die Wogebe in einer Lage, die es erlaubt, in Ruhe und ohne Panik die nötigen Maßnahmen zu ihrer Sanierung zu ergreifen.Man sollte es nicht darauf ankommen lassen, irgendwann unter dem Druck einer akut drohenden Insolvenz agieren zu müssen.

Die Stadt und die Genossenschaft sitzen letztlich in einem Boot.

Ginge die Wogebe über die Wupper, würden sich Interessierte die Rosinen aus ihrem Wohnbestand herauspicken, und die Stadt bliebe auf den Problemfällen sitzen.

Und die Stadtteilarbeit, die es geschafft hat, Trier-Nord viele Impulse zu verschaffen, ginge kaputt. Daran kann niemand ein Interesse haben. Gebraucht wird eine Lösung, die der Genossenschaft erlaubt, weiter zu arbeiten. Mit möglichst wenig Erblasten und mit öffentlicher Hilfe da, wo sie sozialarbeiterische Aufgaben übernimmt.

Im Gegenzug muss die Wogebe akzeptieren, dass die Stadt ihr bei der Arbeit in Zukunft genauer über die Schulter schaut.

Das wäre sicher auch im Sinn der Ratsfraktionen, die bei einer funktionierenden Dauer-Lösung die frustrierende Rolle des ewigen Nothelfers los wären.

d.lintz@volksfreund.de